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Beverly Hills Cop 2

VÖ: 29.05.2002

Original

Beverly Hills Cop 2

Studio

Paramount Pictures (1987)

Verleih

Paramount Home Entertainment (2002)

Laufzeit

98:39 min.

Regie

Tony Scott

Darsteller

Eddie Murphy, Judge Reinhold, John Ashton u.a.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

6.57 Mbps

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 2.0 (224 kbps)
2. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)

Untertitel

Deutsch, Englisch, Englisch für Hörgeschädigte u.a.

Regionalcode

2

Verpackung

Amaray-Case

Preis

ca. 25 €
Film 

Am Anfang von "Beverly Hills Cop II" ist Axel Foley wieder zurück in Detroit, als er erfährt, dass Captain Bogomil (mit dem Axel inzwischen gut befreundet ist) angeschossen und fast getötet wurde. Wieder einmal begibt sich Axel eigenmächtig nach Beverly Hills, um dort die Attentäter hinter Schloss und Riegel bringen zu können....

"Beverly Hills Cop 2" leidet bereits unter den unvermeidlichen Eigenschaften einer Fortsetzung, die nach einem weltweiten Einspielergebnis von mehr als 300 Millionen Dollar natürlich unvermeidlich ist. Störend ist vor allem das übertriebene Buddy-Gehabe, welches Axel mit seinen guten Kumpels Rosewood und Taggart bis zum Exzess zelebriert. Während Taggart vor allem im Zusammenhang mit der ihm drohenden Scheidung aufgezogen wird, bekommt der im ersten Teil noch sympathisch-spleenige Rosewood das Image eines total durchgedrehten Waffennarren aufgesetzt. Die Story spielt noch weniger als im ersten Teil eine Rolle und gibt lediglich den Leitfaden für die Aneinanderreihung möglichst vieler Schiessereien und Verfolgungsjagden. Nicht nur, dass das Meiste davon total an den Haaren herbeigezogen ist, auch der Witz ist irgendwie auf der Strecke geblieben. Wenn Eddie Murphy sich mal eben eine verlassene Villa "borgt", indem er sich als Vertreter der Baubehörde ausgibt, der die Bauarbeiter nach Hause schickt, oder er im Haus von Playboy-Chef Hugh Hefner den Film-Bösewicht Jürgen Prochnow zur Rede stellen will, dann kann man ihn höchstens bemitleiden, aber nicht mehr darüber lachen. Der erste Teil war zwar auch eine total übertriebene Action-Klamotte, bezog aber wenigstens ein wenig Witz durch die kleinen Tricks, mit denen sich Axel durchs Leben schlug und seine Aufpasser Taggart und Rosewood leimte. Dagegen ist "Beverly Hills Cop 2" nur noch ein Aufguss, der zu offensichtlich der Regel "noch bombastischer, noch mehr Klamauk" folgt und genau deswegen wie viele Fortsetzungen nur noch als müder Abklatsch durchgeht.

 

Bild 

Paramount hat bei dieser DVD ordentliche Arbeit geleistet. Obwohl der Film von 1987 stammt, sieht er auf DVD so aus wie gerade abgedreht. Die knackig-scharfen Bilder offenbaren jeden Pickel im Gesicht der Darsteller und wirken enorm plastisch. "Beverly Hills Cop 2" ist vor allem ein weitaus mehr aufs Visuelle bedachte Film. Tony Scott erschafft hier Bilderwelten, wie sie inzwischen typisch sind für fast jeden Film aus der Bruckheimer-Produktionsmaschine. Er spielt viel mit Licht und Schatten, ergötzt sich an Sonnenuntergängen und sorgt mit Filtern dafür, dass selbst bei hellstem Tageslicht das Rot am Horizont zu sehen ist. So ergeben sich hervorragend ausgeleuchtete Bilder mit prächtigen Farben, die schöner als die Realität sind. Die Filter führen allerdings stellenweise auch dazu, dass das Bild zu dunkel wird. Ebenso wie bereits beim ersten Teil ist das Bild ein wenig körnig, was allerdings nur dann stört, wenn man den Film auf einem großen Bildschirm betrachtet. In einigen Szenen schimmert das Bild leicht in violett-türkisen Tönen, ansonsten ist das Bild aber wirklich tadellos. Auch die Kompression ist ziemlich gut und zeigt nur wenige kleinere Artefakte. 

 

Ton 

Gegenüber dem ersten Teil hat sich der Sound ein nur wenig verbessert. Von Raumklang kann nur die Rede sein, sofern man bereits einen leichten Halleffekt auf den hinteren Kanälen so bezeichnen würde. Und richtige Surroundeffekte kommen erst recht selten vor. Der hier wieder weitgehend anstelle eines Music Scores eingesetzte Soundtrack klingt recht müde aus den Lautsprechern. Er bietet nur wenig Dynamik. Gerade der Bassbereich wird hier nur selten angetestet, selbst dann, wenn es auf dem Bildschirm wirklich dramatisch wird. Zwischen dem englischen 5.1-Upmix und dem deutschen Surround-Ton bestehen praktisch nur geringe Unterschiede.

 

Special Features 

Im Vergleich zum ersten Teil sind die Extras nicht mehr ganz so umfangreich, aber immer noch über dem Durchschnitt der meisten Paramount-DVDs.

  • Die rund 20 Minuten lange "Interviews mit Stab und Besetzung" setzen die Dokumentation von der ersten DVD fort und verschaffen einen überwiegend informativen Einblick in die Entstehungsgeschichte des Films.

  • Weiterhin gibt es noch ein kurzes "Hinter den Kulissen"-Featurette, welches offensichtlich 1987 zur Promotion des Films genutzt wurde und daher in erster Linie die PR-Trommel anschlägt, dabei aber auch nicht übertreibt.

  • Geschnitten wurde bei "Beverly Hills Cop 2" laut Tony Scott nur wenig, lediglich eine Szene, die hier präsentiert und erläutert wird, gelangte nicht in den Film, da sie Tony Scott etwas zu übertrieben schien.

  • Shakedown Music-Featurette: Ganz so genial wie beim ersten Teil ist die Musik bei Beverly Hills Cop nicht mehr, aber immer noch eine Erwähnung wert. So sieht man hier Aufnahmen von der Vorführung des "Shakedown"-Songs für die Produzenten Jerry Bruckheimer und Don Simpson und bekommt ein wenig erläutert, worauf bei dem Song Wert gelegt wurde.

  • Kino-Trailer

Beverly Hills Cop 2 für 22.99 €

Review von Karsten Serck

Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-NS900V
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1

08.05.2002

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