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Being
John Malkovich |
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Studio
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Gramercy Pictures/USA Films (1999) |
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Verleih
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Universal Home Video
(2001) |
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Laufzeit
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112:33 min. |
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Regie
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Spike Jonze |
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Darsteller
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John Cusack, Catherine Keener, John Malkovich, Cameron Diaz |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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1,85:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby Digital 5.1
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1
3. Französisch, Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel
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Englisch, Französisch, Deutsch,
Holländisch |
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Regionalcode
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2,4 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 25-30 EURO |
Film      
Der Marionettenspieler Craig Schwartz (John Cusack) gibt endlich dem
Drängen seiner Frau Lotte (Cameron Diaz) nach und sucht sich einen "richtigen"
Job, seine Puppenspiele brachten einfach nicht genügend ein, da Craig auf anspruchsvolle
Dramen, statt kinderpartykompatible Unterhaltung setzte. Aber irgendwie muss schließlich
der einem Zoo ähnelnde Haushalt der Schwartz's am Leben gehalten werden, den sich die
tierliebende Lotte unter anderem mit Schimpansen, Hunden und Papageien in ihrem
Appartement zusammengesammelt hat. Eine Anzeige, welche eine Tätigkeit als Aktensortierer
anbietet, scheint noch am ehesten auf Craig zugeschnitten zu sein, wird doch jemand mit
geschickten Fingern gesucht. Doch dass sein zukünftiger Arbeitsplatz ein wenig mehr
Anpassungsvermögen verlangt, als die Eingliederung in den typischen Bürotrott, wird
Craig spätestens dann klar, als er im Fahrstuhl vergeblich nach der Taste für den
siebeneinhalbten Stock sucht, auf dem sich das Büro befinden soll. Eine Mitfahrerin ist
ihm jedoch behilflich, drückt im richtigen Moment auf die Notstoptaste und hebelt die
Tür dann mit dem bereitliegenden Stemmeisen auf. Dass die Decke schon in einer Höhe von
1, 50 m anfängt, die Vorzimmerdame seines zukünftigen Chefs kleinere Schwierigkeiten mit
der exakten Wortwahl hat, und sein Boss selber ganz offensichtlich mehr als nur eine
Marotte mit sich herumschleppt, kann Craig dann schon nicht mehr wirklich umhauen. Das
schafft dafür seine neue Kollegin Maxine (Catherine Keener) und das, obwohl sie mehr als
deutlich macht, dass seine Chancen bei ihr im nichtmessbaren Bereich liegen.
Doch eines Tages macht er durch Zufall eine Entdeckung, die ihm plötzlich völlig neue
Perspektiven eröffnet, und zwar im wortwörtlichen Sinne. Hinter einem Aktenschrank in
seinem Büro ist eine versteckte Tür zu einem engen (und ziemlich matschigen) Gang. Als
er in das Unbekannte hinein krabbelt, findet er sich plötzlich im Kopf des Schauspielers
John Malkovich wieder, er blickt durch seine Augen und erlebt den Alltag des berühmten
Mimen mit. Der Spaß ist allerdings zeitlich begrenzt, nach fünfzehn Minuten wird er
wieder aus Malkovich herausgesaugt und an einer nahegelegenen Autobahnausfahrt
ausgespuckt. Maxine, der er als erstes von seiner Entdeckung berichtet, ist, nachdem sie
sich die Sache durch den Kopf hat gehen lassen, nicht unbeeindruckt, erkennt sie doch
schnell den kommerziellen Nutzen der aus der Sache gezogen werden kann. Fortan ist
"JM Inc." vollauf damit beschäftigt, Interessenten für 200 $ einen Trip in den
Kopf von John Malkovich anzubieten. Geschäftlich läuft es damit ziemlich gut für Craig,
privat weniger, denn entsetzt muss er feststellen, dass seine Frau Lotte, die zu den
Ersten gehört, die sich im Körper des Schauspielers einklinken, entdeckt, dass ihr das
Leben in einer männlichen Hülle viel mehr zusagt, als ihr bisheriges Leben und dabei
auch noch Gefühle für Maxine entwickelt. Zu allem Überfluss steht diese ihrer
Verehrerin nicht besonders ablehnend gegenüber, zumindest solange diese im Körper des
Schauspielers steckt, so dass sich die beiden folgerichtig "in einer Stunde, in
Malkovich" verabreden. Endgültig außer Kontrolle gerät die Situation für Craig,
als auch "J. M. " persönlich sich in der Schlange vor dem Büro im
siebeneinhalbten Stock einreiht, um sich selbst zu besuchen.
Es ist unschwer zu erkennen, dass "Being John Malkovich" in die
Kategorie schräge Komödie fällt. Dass heißt, Fans dieser Gattung dürften auf jeden
Fall auf ihre Kosten kommen. Doch wer um diese Art Film normalerweise einen großen Bogen
macht, sollte es sich hier noch einmal gut überlegen. Denn im Gegensatz zu vielen anderen
Projekten, die das Motto "Mainstream, nein Danke" auf ihre Fahnen geschrieben
haben, verzettelt sich "Being John Malkovich" nicht in überkonstruierte
Handlungsstränge, die bei ihrem Versuch so "independent" wie möglich zu sein
nur Langeweile verbreiten, da sie nur einem harten Kern von eingeschworenen Anhängern den
Zugang zur Geschichte lassen. Stattdessen frischen die zahlreichen skurrilen Ideen die
Erzählung auf, aber legen sich ihr nicht in den Weg. Die Produzenten (unter ihnen
R.E.M.-Frontmann Michael Stipe) haben sich dazu mit Spike Jonze (der als Schauspieler
zuletzt in "Three Kings" den vierten König darstellte) den richtigen Regisseur
ausgesucht. In seinem Debütfilm zeigt er einen Inszenierungsstil, der den subtilen
Humor und die Dynamik des Geschehens optimal umsetzt. Dabei gelingen ihm aber auch
poetische Momente, in denen das Innenleben der Charaktere ohne Worte nach Außen
durchdringt, wie in den Szenen am Anfang, als John Cusack Craigs Leidenschaft für sein
Marionettenspiel zum Ausdruck bringt. Ergänzt wird dies durch großartige Dialoge, teils
voller absurdem Humor, teils mit scharfem Wortwitz und brillante Schauspieler. Neben John
Cusack ist da selbstverständlich der titelgebende Filmstar zu nennen, der nicht nur wegen
seiner Bereitschaft, die eigene Person auf alle erdenklichen Weisen bloßgestellt und
herumgestoßen zu sehen, Beifall verdient, sondern auch für die Virtuosität, mit der er
"sich selbst" darstellt. Trotzdem werden die beiden männlichen Darsteller von
ihren weiblichen Gegenparts klar an die Wand gespielt; Catherine Keener setzt für den
Begriff "cool" neue und kaum einzuholende Maßstäbe und weist mit
gefriergetrockneten Sprüchen ihre Gegner in die Schranken. Cameron Diaz dagegen darf ihr
strahlendes (Ex-) Model-Image hinter sich lassen und als Mauerblümchen glänzen, das sich
aus ihrem selbstgefertigten Gefühlskäfig befreit.
Und wäre "Being John Malkovich" nur um die achtzig Minuten lang, dann hätte
eine absolute Sternstunde der Filmgeschichte vorgelegen. Leider jedoch verrennt sich das
Drehbuch am Ende gewaltig. Die Verfolgungsjagd durch Malkovichs Unterbewusstsein ist dabei
noch das geringste Übel, auch wenn die Action darin im Vergleich zum sonstigen Verlauf
des Filmes geradezu mit dem Holzhammer verabreicht wird (aber dafür gibt es zumindest
noch originelle Kamerafahrten). Schade ist jedoch vor allem, wie die Geschichte abfällt,
welche vorher gerade dadurch herausragte, dass sie in einer bestechenden Leichtigkeit
daherkam und darauf verzichtete, die Vorstellungskraft des Zuschauers auszuschalten. Ganz
im Gegensatz dazu wird, je mehr sich der Film dem Schluss nähert, an der Story
herumgebogen, um noch jede Menge unpassende Dramatik hineinzupacken und gewaltsam alle
losen Enden der Geschichte zu einem gerafften Gesamtergebnis zu verschnüren. Dadurch
erleidet nicht nur die vorher so gelungene Stimmungslage einen unwiderruflichen Bruch,
selbst die Glaubwürdigkeit der Figuren wird mehr als nur ein wenig angekratzt. Dieses
letzte Viertel macht die vorherigen großartigen Abschnitte von "Being John
Malkovich" zwar nicht ungeschehen, aber es ist keine neue Erkenntnis, dass die
Schlussphase eines Filmes einen unverhältnismäßig großen Einfluss auf den
Gesamteindruck hat. Und gerade wenn das Vorangegangene durch seinen besonderen Eigenarten
beeindruckte, lässt der spätere Stilbruch beim Zuschauer das Gefühl entstehen, um etwas
Wichtiges betrogen geworden zu sein. "Being John Malkovich" ist originell,
humorvoll und durchaus beeindruckend; doch ebenso ein überdeutliches Beispiel für die
Erkenntnis, dass weniger manchmal erheblich mehr sein kann.
Bild     
Das Bild ist ein wenig gewöhnungsbedürftig und entspricht durch seinen
düsteren Grundton der unangenehmen Atmosphäre dunkler Winterabende. Sehr viele Szenen
spielen im Dunkel und Halbdunkel, wobei der Schwarzton zumindest perfekt getroffen wurde.
Die Kompression ist nur befriedigend, da sich leichte Rauschmuster zeigen und Details
etwas weich gezeichnet werden. Bei schnellen Bewegungen sind auch leichte Nachzieheffekte
zu beobachten.
Ton     
"Being John Malkovich" ist von seinem Schwerpunkt her ein
Dialogfilm. Entsprechend gelungen, dass heißt mit ebenso natürlicher, wie klar
verständlicher Stimmwidergabe präsentiert sich die Tonspur. Doch auch dort, wo weiter
ausgreifender Raumklang gefordert ist, wie zum Beispiel bei einzelnen Orchesterpassagen,
stellt sich dieser in einwandfreier Weise dar. Besonders gilt dies für die Momente, in
denen die "Gäste" in John Malkovichs Kopf gesaugt werden; das gelungene
Zusammenspiel der Tonkanäle trägt den Zuhörer dabei unmittelbar mit sich davon. Dies
ist zwar kein pompöser Sound wie in manchen Action-Filmen, aber er verstärkt den
skurrilen Touch des Filmes ungemein.
Special Features     
Nicht umwerfend, aber ganz nett stellen sich die Zugaben dar. Neben dem
obligatorischen Kinotrailer und vier originellen TV-Spots gibt es einen kurzen Einblick in
die Welt des Film-Marionettenspielers John Malkovich (nur für wirklich Interessierte
geeignet). Außerdem wird die auf DVDs übliche Zusammenstellung diverser
Hintergrundinformationen ein wenig gegen den Strich gebürstet durch ein ausgesprochen
kurzes "Interview" mit Regisseur Spike Jonze, sowie eines Icons, das eindeutig
angibt, es lohne sich nicht, es anzuklicken, da sich sowieso nichts dahinter befinde. Auch
der im Film zu sehende Film, der die Entstehungsgeschichte der 7 1/2. Etage erzählt, ist
noch einmal auf der DVD. Den Extras haftet ebenso wie dem Film ein sehr deutlicher Hang
zum Skurrilen an, worunter allerdings der Informationsgehalt ein wenig leidet.
Review von Karsten Serck
(Bild, Ton und Extras) und Tobias Wrany (Inhalt)
Test - Equipment:
TV Panasonic TX - W32D3F
DVD - Player Yamaha DVD-S795
Dolby Digital / DTS - Receiver Sony STR-DA 50 ES
09.10.2000
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