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Band of Brothers

VÖ: 08.05.2003

Original

Band of Brothers

Studio

HBO (2001)

Verleih

Warner Home Video (2003)

Laufzeit

ca. 782 min. (FSK 16)

Regie

Diverse

Darsteller

Kirk Acevedo, Eion Bailey, Michael Kudlitz u.a.

DVD-Typ

6 x DVD-9

Bitrate

ca. 6.9 Mbps (Video: ca. 6 Mbps)

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

1,78:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)

Untertitel

Deutsch, Englisch, Deutsch für Hörgeschädigte

Regionalcode

2

Verpackung

Metall-Box

Preis

ca. 50 EURO
Film 

"Der Soldat James Ryan" inspirierte Tom Hanks und Steven Spielberg dazu, das Thema "Zweiter Weltkrieg" noch etwas zu vertiefen. Die Erlebnisse der "Easy Company" der 101st Airborne Division bildeten auf Basis der Aufzeichnungen des Historikers Stephen E. Ambrose die Basis für die zehnteilige TV-Serie "Band of Brothers", für die Spielberg und Hanks die Unterstützung des amerikanischen Pay TV-Senders "HBO" gewannen, der bereits bei "From The Earth To The Moon" mit Tom Hanks zusammengearbeitet hatte.

In zehn jeweils rund eine Stunde langen Episoden schildert die Serie aus Sicht der Soldaten der "Easy Company" den Verlauf des zweiten Weltkriegs von der Landung in der Normandie bis zur Besetzung von Adolf Hitlers Festung auf dem Obersalzberg. Dabei handelt es sich um keine fiktiven Geschichten, sondern um den tatsächlichen Ablauf des Kriegsgeschehens, den die Soldaten erlebt haben. Im Gegensatz zu "Der Soldat James Ryan", der erst mit der Landung in der Normandie anfängt, nimmt sich "Band of Brothers" auch viel Zeit für die Vorgeschichte und beginnt bereits mit der Grundausbildung der Soldaten.

"Band of Brothers" zeigt so umfassend wie wohl bislang kaum ein Film oder eine andere Serie den Alltag von Soldaten im Zweiten Weltkrieg in aller Brutalität und zeigt dabei neben dem Kriegsgeschehen auch die persönlichen Ängste und Verluste der Männer, die an der Spitze der Front kämpften. Da überwiegend eher unbekannte Gesichter die einzelnen Soldaten verkörpern, wirkt die Serie auch weniger gespielt sondern teilweise eher dokumentarisch, was durch eine ähnliche Kameratechnik wie bereits bei "Der Soldat James Ryan" auch betont werden soll.

"Band of Brothers" gehört mit einem Budget von 125 Millionen US-Dollar zu den aufwendigsten TV-Produktionen der Geschichte und steht mit an der Spitze eines Trends zu hochwertigen und anspruchsvollen TV-Serien, die in den letzten Jahren in den USA entstanden sind. Bedauerlicherweise dauert es meist nur viel zu lange, bis man auch in Deutschland solche Serien wie auch "Six Feet Under" oder "24" sehen kann, die teilweise zunächst erst einmal nur im Pay TV gezeigt werden - oder im Falle von "The West Wing" erst gar keine Chance erhalten. Hier eröffnet das Medium "DVD" ganz neue Möglichkeiten, nicht zuletzt, weil solche Serien im Ausland bereits lange vor dem Deutschland-Start erhältlich sind.

Während "Band of Brothers" bereits in der Schweiz seit mehreren Monaten auf DVD erhältlich ist, gab es in Deutschland bislang nur die einzelnen Episoden-Discs ohne weitere Extras im Verleih. Da die dritte Episode (DVD Nr. 2) in ihrer Ursprungsfassung eine FSK 18-Freigabe hatte, ist diese Folge in der Kauf-Box nur in einer geringfügig gekürzten Fassung enthalten, da Warner insgesamt eine FSK 16-Freigabe erhalten wollte.

 

Bild 

Die gesamte Serie wurde auf einen fast ähnlich harten düster-verwaschenen Look getrimmt wie seinerzeit bereits "Der Soldat James Ryan". Das Bild ist sehr ausgeblichen und bietet nur ein eingeschränktes Farbspektrum, welches auf erdige Farbtöne reduziert wurde. Der Film fällt vor allem durch seine harten Kontraste auf, die helle Flächen meist zu grell wirken lassen. Das Rauschen wurde bewusst erhöht, um dem Bild insgesamt eine recht rauhe Optik zu geben. Die Kantenschärfe ist trotz all dieser Verfremdungen immer noch ausreichend hoch, zumal diese DVD sicherlich vom selben HDTV-Master auf PAL, downkonvertiert worden sein dürfte, welches HBO in den USA für die TV-Ausstrahlung verwendet hat. Leider macht die Kompression mal wieder einen kleinen Strich durch die Rechnung, die trotz einer ausgesprochen hohen Videobitrate immer noch leichtes Blockrauschen zeigt und Details etwas verschwimmen lässt. 

 

Ton 

Für eine TV-Serie bietet "Band of Brothers" einen ungewöhnlich aufwendigen Sound-Mix. In den Kampfsequenzen braucht sich die Serie nicht vor Spielfilmen verstecken und bietet ähnliche direktionale Explosions-Effekte wie man sie bereits aus "Der Soldat James Ryan" kennt. So ganz perfekt ist der Sound allerdings auch nicht: Trotz einer Menge solider Subwoofer-Einsätze mit vielfach enormem Pegel erscheint die Gesamt-Dynamik stellenweise selbst in Kampfszenen etwas zurückhaltend. Außerdem ist der Sound relativ dumpf: Es fehlt hier ausreichend Präzision in den Höhen. Über weite Strecken ist der Mix auch sehr frontlastig und erscheint so, als ob man sich nur in ausgewählten Szenen um eine aufwendige tontechnische Performance bemüht hätte. Nichtsdestotrotz ist "Band of Brothers" vom Sound aber immer noch vielen TV-Serien weit voraus.

 

Special Features 
  • We stand alone together - The Men of Easy Company (77:34 min.): Diese Dokumentation fasst noch einmal den Ablauf der Kriegs-Ereignisse aus Sicht der wirklich damals Beteiligten zusammen, die hier in O-Ton-Statements zu Wort kommen. Trotz der langen Laufzeit wirkt die Dokumentation aufgrund ihrer schnellen Schnitte allerdings etwas hektisch. Für umfangreiche Erläuterungen bleibt kaum Zeit, meistens wird nach ein, zwei Sätzen schon wieder zum nächsten O-Ton gewechselt. Interessant sind hier aber z.B. die Aufnahmen von den Original-Schauplätzen, an die einige Kriegs-Veteranen zurückgekehrt sind. Die gesamte Dokumentation wird im anamorphen 16:9-Format und einer ziemlich guten Qualität präsentiert.

  • Behind the Scenes - The Making of Band of Brothers (29:13 min.): Ganz offensichtlich handelt es sich hierbei um das offizielle Making of, welches HBO zur Promotion der Serie eingesetzt hat. Hier wirkt alles ziemlich inszeniert, um natürlich das Interesse des Zuschauers wecken zu können. Der gegenseitige Lobgesang ist aber gerade noch erträglich, so dass man dieses Making of zumindest einmal auch ansehen kann.

  • Videotagebücher von Ron Livingston: Darsteller Ron Livingston hat hier in zwölf kurzen Episoden mit jeweils rund 5 Minuten Laufzeit seine persönlichen Erlebnisse während der Dreharbeiten festgehalten. Da Livingston hier auch selbst viel erläutert und sich nicht mit dem Zusammenschnitt wackeliger DV-Aufnahmen begnügt, sind diese Videotagebücher auf jeden Fall einen Blick wert.

  • Video-Biographien der Charaktere - "Who's Who - The Men of Easy Company": In kurzen und sehr schnell zusammengeschnittenen Filmausschnitten von jeweils rund einer Minute Laufzeit werden hier die dreizehn Hauptdarsteller der Serie vorgestellt. Man bekommt hier allerdings keine biographischen Informationen sondern lediglich den Film-O-Ton zu hören.

  • Premiere in der Normandie (03:03 min.): Dieser HBO-TV-Bericht präsentiert Aufnahmen und Interviews von der Uraufführung der Serie am 57. Jahrestag der Landung in der Normandie.

  • "Band of Brothers"-Werbespot für "Jeep" (00:33 min.)

Review von Karsten Serck

Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-S9000ES
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1

05.05.2003

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