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Paycheck
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Studio |
Dreamworks / Paramount (2003) |
Verleih |
Dreamworks Home Entertainment (2004) |
Laufzeit |
113:53 min. (FSK 12) |
Regie |
John Woo |
Darsteller |
Ben Affleck, Uma Thurman |
DVD-Typ |
DVD-9 |
Fernsehnorm |
PAL |
Bildformat |
2,35:1 (anamorph) |
Audiokanäle |
1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
3. Audio-Kommentar 1 (192 kbps)
4. Audio-Kommentar 2 (192 kbps) |
Untertitel |
Deutsch, Englisch, Türkisch |
Regionalcode |
2 |
Verpackung |
Amaray-Case |
Film      
Michael Jennings (Ben Affleck) hat einen lukrativen, aber auch viel persönlichen
Einsatz fordernden Job. Er stellt seine Fähigkeiten als Ingenieur im High-Tech Gewerbe
für diffizile Projekte zur Verfügung, die nicht unbedingt vollständig von der
Legalität gedeckt sind. Um das Aufdeckungsrisiko für seine Auftraggeber bei
Dienstleistungen, wie hoch entwickelter Industriespionage, so gering wie möglich zu
halten, willigt Jennings, gegen Zahlung einer angemessenen Prämie, in die Löschung der
betreffenden Erinnerungen in seinem Gehirn ein. Sein letzter Auftrag, ist von seiner Dauer
zwar keine reine Routineangelegenheit, soll er doch gleich drei (Erinnerungs)jahre seines
Lebens opfern, aber dafür steht im auch ein Gehaltscheck ins Haus, der ihn für den Rest
seines Lebens von allen Sorgen über die Probleme der Rentenversicherung befreien würde.
Nach Abschluss merkt er allerdings, dass irgendetwas erheblich schief gelaufen ist; statt
der gewünschten Finanzmittel befindet sich nur ein Umschlag mit scheinbar willkürlich
zusammengesammelten Alltagsgegenständen in seinem Bankdepot, außerdem ist das FBI hinter
ihm her. Er beschließt, der Sache auf den Grund zu gehen, was ihn umgehend in akute
Lebensgefahr bringt, mögen es die Betroffenen, allen voran sein früherer Freund und
Auftraggeber Rethrick (Aaron Eckhart), doch gar nicht, wenn in ihren Geschäften
herumgeschnüffelt wird. Zugleich Jäger seiner eigenen Identität und Gejagter seiner
unbekannten Gegenspieler wird Michael immer tiefer in einen Strudel gefährlicher Intrigen
und Geschäfte gezogen, was ihn permanent in Situationen bringt, in denen er nicht
nur um sein Selbstverständnis, sondern auch um sein Leben fürchten muss. Wenigstens
stehen ihm aber sein alter Freund Shorty (Paul Giamatti) und die Wissenschaftlerin Rachel
(Uma Thurman) zur Seite, auch wenn er sich zu seinem und ihrem Leidwesen nicht mehr an die
vergangene romantische Zeit mit Rachel erinnern kann.
Die kurzen Erzählungen von Philip K. Dick sind eine Wohltat für Hollywoods
Drehbuchschreiber. Sie sind so knapp gehalten, dass genügend Spielraum bleibt, um die
inspirierenden Grundideen mit selbstgewähltem Füllmaterial zu umgeben (so dass von der
Vorlage häufig nur noch Rudimente übrig bleiben), gleichzeitig hat der Name des Autors
spätestens seit der erfolgreichen Adaption seines Romans "Träumen Roboter von
elektrischen Schafen" als "Blade Runner" in Kinokreisen die Eigenschaft
eines Marken- und Gütesiegels erhalten. In die Reihe von "Total Recall" bis
"Minority Report" tritt nun auch John Woo mit seinem "Paycheck" ein,
wenn auch mit etwas weniger Fortune als einige seiner Vorgänger. Das originelle
Grundkonzept lässt sich zwar nicht unterdrücken, aber die visuelle Umsetzung erfolgt
dermaßen nach Vorschrift, dass der Docht der Inspiration zwar heftig glüht, der
entscheidende Funke eines großen Films jedoch ausbleibt. Dass der Hauptdarsteller den
Mann ohne Gedächtnis gleich auch ohne Charisma gibt, stört noch nicht einmal so sehr,
doch kann der Regisseur seine einstigen Stil- und Erzählmittel, die seinen Werken mit
desillusionierter Großstadtmelancholie und ballettartig choreographierter Gewalt ihr
einnehmendes Flair verpassten, mit zunehmender Verweildauer in Hollywood immer weniger zur
Geltung bringen. Einige der Actionszenen geraten fast schon in den Dunstkreis des
Peinlichen und lassen jede Eleganz und Durchschlagskraft vermissen.
Die Geschichte dagegen baut durch seine falschen Fährten und die konsequente Erzählweise
aus Sicht der ahnungslosen Hauptfigur ein gehöriges Spannungsmoment auf, selbst wenn sie
beim zweiten Mal Überdenken vielleicht doch nicht ganz so raffiniert durchdacht ist, wie
sie auf den ersten Blick scheint.
Was bleibt ist ein Werk mit durchaus interessanten Momenten, soliden Spannungselementen,
aber kein echter Meilenstein im SciFi-Genre.
Bild      
"Paycheck" bietet ein auf den ersten Blick recht gefälliges Bild mit hohem Kontrast und kräftigen Farben. Das Master ist leicht verrauscht und zeigt auch kleinere Kratzer. Durch einen Rauschfilter wird das Rauschen leicht reduziert, nimmt dem Bild damit aber auch Detail. Die Kantenschärfe ist teilweise sehr gut, allerdings Ergebnis einer künstlichen Nachschärfung, die durch recht deutliche Doppelkonturen und bei nicht-progressiver Wiedergabe auch durch leichtes Zeilenflimmern auffällt. Die Detaildarstellung schwankt zwischen "befriedigend" und "Gut". Leider wirkt das Bild gerade in vielen Nahaufnahmen leicht matschig. Die Kompression ist indes sehr sauber und zeigt kaum sichtbare Störungen.
Ton      
Noch weitaus mehr als bei der Philip K. Dick-Verfilmung "Minority Report" haben die Macher von "Paycheck" auf Action-Elemente gesetzt. Diese werden hervorragend dazu genutzt, einen dynamischen 360 Grad-Soundmix zu präsentieren, der sehr weiträumig und impulsiv klingt. Vom Bassbereich bis zu den Höhen kann die DVD vollkommen überzeugen. Nicht zuletzt der gelungene Music Score sorgt für ein durchgängig spektakuläres Sounderlebnis, welches in den Action-Szenen eine Menge gut angelegter Split-Surround-Effekte bietet. Selbst in ruhigen Szenen bietet die DVD immer noch eine sehr deutliche Wiedergabe der Umgebungsgeräusche. Highlight der DVD ist der Showdown in Kapitel 20.
Special Features      
Die beiden "Making Ofs", eins allgemeinerer Natur, eins mit dem Schwerpunkt
"Stunts" darf man sich sparen. Lohenswert sind dagegen die sechs geschnittenen
Szenen, nebst einem alternativen Ende. Recht informativ sind auch die beiden
Audio-Kommentare von Drehbuchautor Georgaris und Regisseur John Woo, wobei bei letzterem
allerdings einkalkuliert werden muss, dass sein starker chinesischer Akzent ein
konzentriertes Zuhören erforderlich macht.
06.06.2004
Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film, Special Features)
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