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Freaky Friday - Ein voll verrückter Freitag
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Studio |
Walt Disney Pictures (2003) |
Verleih |
Disney Home Entertainment (2004) |
Laufzeit |
92:59 min. (FSK 0) |
Regie |
Mark Waters |
Darsteller |
Jamie Lee Curtis, Lindsay Lohan |
DVD-Typ |
DVD-9 |
Fernsehnorm |
PAL |
Bildformat |
1,85:1 (anamorph) |
Audiokanäle |
1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1 |
Untertitel |
deutsch, englisch, französisch, italienisch, spanisch, türkisch, arabisch |
Regionalcode |
2 |
Verpackung |
Amaray-Case |
Film      
Im Hause Coleman haben Mutter Tess (Jamie Lee Curtis) und die pubertierende Tochter
Anna (Lindsay Lohan) vom Leben nach altem Naturgesetz gänzlich verschiedene
Vorstellungen. Was, da beide Generationen nun einmal unter einem Dach wohnen und Tess ganz
unverfroren das Recht zur Erziehung ihres noch minderjährigen Nachwuchses in Anspruch
nimmt, nicht immer vollkommen Spannungsfrei abgeht. Der Besuch eines chinesischen Lokals,
der im obligatorischen Grundsatzstreit angemessen unharmonisch endet, hat allerdings am
nächsten Tag unerwartet neue Perspektiven zur Folge, wachen sie doch im Körper der
jeweils anderen auf. Was beide wenig amüsant finden, droht doch im Zuge dieser
unfreiwilligen feindlichen Übernahme dem eigenen Lebensentwurf erhebliche Gefahren durch
das amateurhafte bis gezielt sabotierende Herumstümpern des anderen Ichs. Da sich auf die
Schnelle allerdings kein Ausweg aus der verfahrenen Situation auftut, sind sie gezwungen,
gute Miene zum ungemütlichen Spiel zu machen und die Fassade aufrecht zu erhalten. Und
dies ausgerechnet jetzt, wo in beider Leben entscheidende Momente anstehen. Während sich
Anna mit dem üblichen Schulstress nebst keimender Love-Story zu einem Mitschüler
herumschlagen muss, steht die verwitwete Tess vor der Heirat mit ihrem neuen Freund Ryan
(Mark Harmon). Aber Tess und Anna nehmen tapfer den Fehdehandschuh des Schicksals auf und
werfen sich in die Schlacht des fremden Lebens.
Ja, diese Körpertauschgeschichte hat man schon ein, zwei, drei, ganz viele Male im
Film gesehen. Dementsprechend hat "Freaky Friday" keine Situation und keinen
Gag, der aufgrund seiner jahrelangen Erfahrung nicht bedenkenlos auf die ganze Familie
losgelassen werden kann, nach dem Prinzip "aus Erfahrung gut". Doch ehe man
beginnt, über Merkwürdigkeiten der amerikanischen Kultur zu philosophieren, in Hinblick
auf die Frage, warum die doch sonst als so wenig umweltbewusst verschrienen Amis gerade
beim Receyclen von gebrauchten Filmstoffen eine führende Stellung einnehmen, darf der
Film selbst nicht ganz aus dem Blickwinkel geraten. Was erstaunlich schade wäre, denn bei
aller Unoriginalität ist das Werk nämlich richtig sympathisch. Überhaupt nicht flach
beim Niveau der Witze, meist souverän beim Timing der Komik, mit einigermaßen flüssig
dahingleitender Story und vor allem prächtig aufgelegten Hauptdarstellerinnen (ohne das
Verdienst der ähnlich gut aufgelegten Nebenbesetzung schmälern zu wollen), ist der Film
generationenübergreifende Unterhaltung, die keine Altersklasse zu verständnisloser
Langeweile verurteilt. Ohne die geradezu genial unbeschwert auftrumpfende Jamie Lee
Curtis, die ihre Filmpartnerin Lindsay Lohan erfolgreich mitreißt, wäre "Freaky
Friday" zwar wahrscheinlich nur halb so gut geworden, aber das Besetzungsbüro hat
nun einmal mit Glanz und Gloria das richtige Händchen gehabt, alles im Dienste eines
Publikums, dass nach so viel uninspiriert heruntergekurbelten (Un)lustspielen diese
überraschende Erholung auch wirklich verdient hat.
Bild      
Der Anblick ist nicht unbedingt umwerfend. Ein überzeichneter Kontrastumfang
verfälscht auch den Farbeindruck ein wenig und verpasst dem Bild von Zeit zu Zeit einen
unnatürlichen Stich. Die Rauschtätigkeit liegt ebenfalls ein wenig über dem
Durchschnitt aktueller Filme, zudem bleibt die Detailzeichnung eher schwach. Da die
übrigen Werte durchaus in Ordnung gehen, ist der Gesamteindruck nicht wirklich schlecht,
aber unbeschwerter Genuss ist trotzdem nicht drin.
Ton      
Die DVD ist keine Ausnahme vom überwiegenden Teil der Komödien, die sich fast ausschließlich auf Musik und Dialoge beschränken, folglich wenig Ansätze für
ausgefallene Akustikinstallationen im Raum bieten. Wenn vereinzelt doch einmal sämtliche
Kanäle zum gemeinsamen Einsatz antreten, geschieht dies denn aber auch in überzeugender
Form, was die Aussage unterstreicht, dass es nicht der DVD als solcher anzukreiden ist,
dass im Tonbereich keine Spitzenwerte erreicht werden.
Special Features      
Neben einigen belanglosen Zugaben, wie dem obligatorischen Blick hinter die Kulissen
(unter Führung der Darstellerin Lindsay Lohan), ist der Rest, dem Filmgenre entsprechend,
überwiegend humorig geraten, wie einige Outtakes, eine geschnittene Szene, sowie drei
alternative Enden. Zudem gibt es noch zwei Video-Clips zu Filmliedern (eine in zwei
Versionen, gespielt von der Filmband) und (versteckt) einen Ausschnitt der musikalischen
Einlage von Jamie Lee Curtis als Tess.
13.05.2004
Review von Tobias Wrany
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