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Back to Gaya

Kauf-VÖ: 24.09.2004

Anbieter

Warner Home Video (2004)

Laufzeit

96:51 min. (FSK 16)

Regie

Lenard F. Krawinkel und Holger Tappe

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

6.18 Mbps (Video: ca. 5.4 Mbps)
Kapazitätsausnutzung: 7.74 / 7.95 GB (97 %)

Bildformat

2,40:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Audio-Kommentar (224 kbps)

Untertitel

Deutsch

Regionalcode

2
Inhalt

Nach 234 Folgen seiner animierten Fernsehserie „Die Abenteuer von Buu & Zino" sind dem Serienschöpfer Albert Drollinger die Ideen ausgegangen – er leidet unter einer ernsthaften Schreibblockade. In seiner Fantasy-Welt Gaya sehen alle Bewohner wie vermenschlichte Tiere aus – hier kämpfen die beiden Helden Buu (ein genialer Erfinder verrückter Apparaturen, der aber leider stets im Schatten seines Freundes steht) und Zino (er hat die Weisheit nicht gerade mit Löffeln gefressen, weiß sich aber immer in Szene zu setzen) ständig gegen ihre Widersacher, die drei Schnurks: Galger ist der verschlagene Vordenker der drei; Zeck mischt kräftig mit, hat aber das Herz auf dem rechten Fleck und kann auch über seinen Schnurk-Tellerrand hinausschauen; das kann man von dem Muskelpaket Brampf nicht behaupten – er hat nichts im Kopf und kennt im Grunde nur eine Motivation: seinen knurrenden Magen. Diesmal messen die Gayaner ihre Kräfte in einem halsbrecherischen Autorennen, bei dem die Schnurks mit fiesen Tricks ihren Vorteil suchen. Als Preis für den Sieger des Rennens hat der Bürgermeister einen Kuss seiner bildschönen Tochter Alanta ausgesetzt – allerdings ohne sie zu fragen. Der selbstbewussten Alanta passt ihre Rolle als Trophäe überhaupt nicht – stattdessen setzt sie sich selbst hinters Steuer und fährt das Rennen mit. Leider wird sie durch eine von Galger vorbereitete Falle jählings gestoppt. Den Schnurks nützt das nichts – wie immer triumphiert das Heldenduo über die drei gayanischen Underdogs. Professor N. Icely ist ein wahnsinninger Wissenschaftler, dessen eigene Fernsehserie zugunsten von Alberts TV-Hit abgesetzt wurde. Deswegen verwendet er jetzt seine „Fantasto-Transomatic-Transfer-Maschine", um den Zauberkristall Dalamit, die gayanische Energiequelle, in „unsere" Dimension zu beamen. Während des vom Professor entfesselten Unwetters gelingt es den Schnurks im letzten Moment, den Zauberkristall zu packen, aber sie werden dabei mit dem Dalamit in den Energiestrudel gezogen und verschwinden spurlos: Dieses Wurmloch katapultiert sie durch einen Fernsehbildschirm, auf dem gerade „Die Abenteuer von Buu & Zino" zu sehen sind, und spuckt sie in unsere reale Welt aus. Gaya ist ohne den Dalamit zum Untergang verdammt – deshalb machen sich Buu, Zino und Alanta auf den Weg, um den Kristall zu suchen: Auch diese drei lassen sich in den weiterhin aktiven Energiestrudel des Professors saugen. Die sechs Gaya-Bewohner verlieren sich jenseits des Fernsehbildschirms aus den Augen und bestehen getrennt etliche Abenteuer. Die 30 Zentimeter großen Helden erleben unsere Realität als fremdartige Welt voller Giganten. Die Schnurks können nur mit Mühe aus einem Kinderzimmer entkommen, in dem sie beinahe buchstäblich zum Spielball eines begeisterten Kleinkinds werden. Gleichzeitig geraten Buu und Zino in den zerstörerischen Radius einer Abrissbirne. Und in den Abwässerkanälen werden sie und Alanta von einem Heer riesiger Ratten angegriffen. Aus den Fernsehnachrichten erfahren sie, wie schlimm es mittlerweile um Gaya steht: Alle Farben sind inzwischen aus ihrer Fantasy-Welt verschwunden. Die Kneipenwirtin Susi verfolgt ebenfalls den TV-Report über die unerklärlichen Ereignisse in Gaya und schaltet schnell, als sie die drei Schnurks entdeckt: Zusammen mit ihrem Freund Fred fängt sie die drei gestrandeten Gayaner ein. Sie möchte sich nämlich mit einem stattlichen Lösegeld für die beliebten Fernsehhelden sanieren. Buu, Zino und Alanta entdecken die gefangenen Schnurks. Zino will sie in ihrem Käfig versauern lassen, doch die beiden anderen überstimmen ihn, und gemeinsam überwältigen sie Susi und Fred in einer handfesten Keilerei. Jetzt sind die sechs exilierten Gayaner wieder vereint, doch der ewige Erzfeind Galger ist darüber gar nicht erfreut – er weigert sich, unter Zinos Kommando weiterzuziehen. Eine Lösung findet sich schließlich, als die neutrale Alanta die Führung der Truppe übernimmt. Die Gayaner beschließen, ihren Schöpfer aufzusuchen – vielleicht kann er ihnen ja aus ihrem Dilemma heraushelfen. Denn die Schnurks haben zwar den Dalamit nie losgelassen und tragen ihn bei sich, doch keiner der sechs weiß, wie sie jemals nach Gaya zurückkehren sollen. Auch Albert ist angesichts dieses Phänomens völlig ratlos – er traut seinen Augen nicht, als er seinen Schöpfungen plötzlich leibhaftig gegenübersteht. In diesem Moment taucht der Professor auf und kidnappt Albert, Alanta und die Schnurks. Buu und Zino lässt der Wahnsinnige zurück, weil er sie für tot hält. Unsere beiden Helden sind aber noch quicklebendig: Schon wenig später erreichen auch sie das Labor des Professors, das sich in einer unheimlichen, verlassenen Fabrik befindet. Dort will der Irre endlich seinen perfiden Racheplan ausführen, mit dem er sich nicht nur am Fernsehsender, sondern auch an allen Gaya-Fans vor den Bildschirmen grausam rächen will. Als Buu und Zino ihm die Suppe versalzen wollen, ist N. Icely auch darauf vorbereitet: Mit seiner Wunderwaffe, einem gigantischen Roboter namens Yakatoshi 3000, holt er zum entscheidenden Schlag gegen die Gayaner aus. Werden die Helden und die Schnurks im Moment der höchsten Gefahr endlich an einem Strang ziehen?

 

Bild 

Der "Shrek aus deutschen Landen" kann auf dieser DVD leider nicht ganz so überzeugen wie die DVD-Versionen der digitalen Animationsfilme von Dreamworks und Pixar. Das Bild nutzt nicht einmal die PAL-Auflösung richtig aus und wirkt leider etwas unscharf und detailarm, obwohl es ja bei Vorzeige-Filmen dieser Art vor allem darauf ankommt. Konturen laufen leicht aus und die Kompression produziert auch eine leichte Bildunruhe. Pluspunke sammelt die DVD aber immerhin beim Kontrast und den Farben. Hier sieht "Back to Gaya" sogar vielfach noch poppiger aus als die Hollywood-Konkurrenz. In den dunklen Szenen bietet die DVD einen perfekten Schwarzwert. Da der Film direkt vom Digital-Master stammen dürfte, sind auf der DVD keinerlei Kratzer zu erkennen.

 

Ton 

Da es bei Animationsfilmen keine wirklichen O-Töne gibt, ist die Qualität des Tons vor allem davon abhängig, wieviel Aufwand die Sound-Designer in den Soundtrack investieren. Hier braucht man sich bei "Back to Gaya" keine Sorgen machen. Denn die DVD bietet einen unheimlich vielschichtigen Surround-Mix. Besonders bezahlt macht es sich, wenn man vollwertige Lautsprecher auch für die Surround-Kanäle einsetzt, denn die hinteren Kanäle werden nicht nur für räumliche Atmosphäre genutzt, sondern sind vollkommen gleichberechtigte Kanäle, die mit oftmals sehr hoher Lautstärke für Aufmerksamkeit sorgen. Die räumliche Abmischung ist exzellent. Sowohl der Soundtrack als auch die Umgebungsgeräusche werden sehr intensiv wiedergegeben und sorgen für eine sehr weiträumige Kulisse. Direktionale Surround-Effekte gibt es in Hülle und Fülle. Vor allem handelt es sich hierbei nicht nur um Standard-Effekte, sondern um recht abwechslungsreiche Sound-Einlagen, die sehr kreativ eine richtige 360°-Akustik erzeugen. Die Dynamik ist zwar nicht ganz am Optimum, trotzdem sorgt der Subwoofer aber immerhin für ein recht solides Bassfundament. Auch die Höhenwiedergabe ist hervorragend und sorgt für glasklare Surround-Effekte.

 

Special Features

Etwas versteckt findet man im DVD-ROM-Part dieser DVD ein kleines Highlight, nämlich die ersten HDTV-Bilder auf einer Warner-DVD. Der Windows Media-Clip ist 03:36 min. lang und zeigt mit einer tadellosen Bitrate von 8.6 Mbps den Filmausschnitt mit einer Auflösung von 1280 x 544 Pixeln. Wie bereits bei der Lara Croft-WMVD-DVD von Concorde wird das Cinemascope-Bildformat von 2,35:1 ausgenutzt, um nicht alle 720 Zeilen sondern nur die 544 aktiven Zeilen darzustellen. Der HDTV-Ausschnitt lässt sich direkt mit dem Windows Media-Player abspielen. Es befindet sich auf der DVD aber auch ein eigener Player, der auf den Windows Media-Codec zurückgreift. Im Gegensatz zum normalem PAL-Film auf dieser DVD ist die HDTV-Version sehr scharf und detailreich - selbst dann, wenn man das Bild auf normale PAL-Auflösung reduziert.

  • Audio-Kommentar von Lenard F. Krawinkel und Holger Tappe

  • Deutscher und internationaler Trailer

  • Vom Storyboard zum Film
    Zeichnen-Modell-Scannen (03:14 min.)
    Motion Capture (03:59 min.)
    3D-Animatic (02:18 min.)
    Pipeline-Figuren (05:26 min.)
    Arbeitsbild und Animation der Sprache (03:11 min.)
    Multi-Angle-Filmsequenz (01:00 min.)

  • Sprachaufnahmen und Interviews (19:30 min.): Interviews mit den verschiedenen Synchro-Sprechern

  • Die Filmmusik:
    Filmmusik einspielen (03:27 min.): Aufnahmen aus den Londoner Abbey Road-Studios
    Die Band "Frameless" (03:26 min.)
    "Frameless"-Musikvideo "Hooray" (03:19 min.)

  • "Back to Gaya"-Premierendokumentation (05:15 min.)

  • "Crank & Ratner"-Kurzfilm (06:01 min.)
  • DVD-ROM:
  • Back to Gaya Videospiel-Demo
  • HDTV-Videoclip "Buus geniale Idee"
  • 7 Teaser-Poster zum Ausdrucken
  • 8 Mini-Poster zum Ausdrucken
  • Bildschirmschoner

Review von Karsten Serck

07.10.2004

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