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24 - Season One (UK-Version)

Studio

20th Century Fox Television (2001)

Verleih

20th Century Fox Home Entertainment UK (2002)

Laufzeit

ca. 1041 min.

Regie

Diverse

Darsteller

Kiefer Sutherland u.a.

DVD-Typ

6 x DVD-9

Fernsehnorm

PAL

Bildformat

1,78:1 (anamorph)

Bitrate

ca. 5.5 Mbps

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 2.0 (192 kbps)

Untertitel

Englisch

Regionalcode

2

Verpackung

Digipak-Faltbox

Preis

ca. 35 Britische Pfund
Film  

"24" - Der Name ist Programm. Denn die neue und bislang im Ausland sehr erfolgreiche TV-Serie besteht aus insgesamt 24 Episoden, die die Ereignisse im Zeitraum eines einzigen Tages, also 24 Stunden, erzählen. Entsprechend soll die Serie in Echtzeit laufen, was allerdings nur dann stimmt, wenn man die kurzen Werbeslots berücksichtigt, die der mitlaufende Timer mit einbezieht. Da die Episoden selbst aber nur eine Laufzeit von meist rund 42 Minuten haben und obendrein am Anfang jeder Episode noch eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse der vorherigen Episode gebracht wird, kommt man insgesamt nur auf rund 16 Stunden, wenn man sich die DVDs nonstop ansieht. "24" besteht nicht einfach nur aus kleinen Geschichten, die innerhalb einer Episode zu Ende erzählt werden, sondern bietet eine zusammenhängende Handlung, die erst mit der letzten Episode ein Ende findet und somit eine wohltuende Abwechslung vom Serien-Einheitsbrei bietet, wie man sie sonst nur bei wenigen Serien wie "Twin Peaks" findet. So haben die Episoden auch keine Namen, sondern werden nach dem Stand der Uhrzeit benannt, die immer wieder während der Serie eingeblendet wird. Leider blieben die Episoden auch so erhalten, wie sie fürs Fernsehen produziert wurden. Man bekommt also jedes Mal einen Vor- und Abspann zu sehen und kann die Serie nicht vollkommen kontinuierlich ansehen. Auch die kurzen Abblendungen für die Werbepausen und die Zusammenfassungen "Previously on 24" zu Beginn jeder Episode nerven ein wenig.

Im Mittelpunkt der Serie steht Jack Bauer (Kiefer Sutherland), Agent bei der CTU (Counter Terrorism Unit), einer militärischen Spezialeinheit zur Terrorbekämpfung. Kurz nachdem Jack erfahren hat, dass seine Tochter Kimberley ungemerkt aus dem Haus verschwunden ist, erhält Jack einen Anruf und wird in sein Büro beordert. Dort nämlich ist eine Attentatswarnung eingegangen, die auf einen sehr konkreten Anschlag auf den kalifornischen Senator David Palmer hinweist, der als erster schwarzer Amerikaner sehr gute Aussichten auf die amerikanische Präsidentschaft haben soll und sich auf einen Wahlkampfauftritt am kommenden Tag in Los Angeles vorbereit. Bauer wird von seinem Chef beauftragt, die möglichen Attentäter ausfindig zu machen, doch gleichzeitig auch gewarnt, dass er sich auf Niemanden von seinen Kollegen verlassen kann, da es Indizien dafür gibt, dass innerhalb der CTU ein Verräter sitzt. Damit nimmt die Geschichte von "24" ihren Lauf, die aus drei verschiedenen Handlungsebenen besteht, die parallel verlaufen und sich auch immer wieder überschneiden.

So muss Jack Bauer nicht nur das Attentat verhindern, sondern gleichzeitig auch noch seine Tochter ausfindig machen, während der bedrohte Senator Palmer mit einer schockierenden Realität aus seiner Vergangenheit konfrontiert wird. Und das Konzept geht auf: "24" ist zwar stellenweise etwas langatmig, aber trotzdem fast immer spannend, weil sich immer wieder Veränderungen im Verlauf der Geschichte ergeben, die alles auf eine neue Grundlage stellen. Der prinzipielle Nachteil einer TV-Serie wird hier zum Vorteil umgekehrt, da angesichts einer Gesamtlaufzeit von rund 16 Stunden (nach Abzug der anfänglichen Wiederholungen) genügend Zeit dafür bleibt, eine Geschichte aufzubauen und weiterzuentwickeln, die selten auf lückenfüllende Subplots ausweicht, sondern mit Tempo und Abwechslung perfekt zeitlich abgestimmt auf das Finale der Serie zusteuert. Was anfangs noch wie ein normaler Krimi aussieht, entwickelt sich dann immer weiter zur actionreichen Agentenjagd mit ausgeklügelten Ideen und Überraschungen. "24" sollte man sich keinesfalls entgehen lassen, denn dies dürfte eine der spannendsten TV-Serien sein, die man in den letzten Jahren erleben konnte.

 

Bild  

Die Bildqualität ist ein wenig enttäuschend, wenn man bedenkt, dass die Serie noch brandneu ist und hier entsprechend auch die bestmögliche Technik zum Einsatz kommen sollte. Immerhin gibt es "24" im anamorphen 16:9-Format, in dem die Serie übrigens bei der BBC auch ausgestrahlt wurde, allerdings erscheint der Transfer recht blass und detailarm. Die Kanten- und Detailschärfe ist lediglich befriedigend. Stellenweise fällt gerade bei schnellen Bewegungen recht deutliches "Edge Enhancement" auf. Während bei relativ bewegungsarmen Innenaufnahmen der Kontrast in Ordnung ist, erscheint der Kontrastumfang vieler Außenaufnahmen etwas eingeschränkt und hat den Look von DV-Aufnahmen, obwohl die Serie auf 35mm-Film gedreht wurde. Stellenweise ist der Kontrast auch in einem aschgelben Ton leicht verfremdet. Die Farben hingegen kommen schon besser zur Geltung und sind meistens sehr kräftig. Bildrauschen lässt sich kaum erkennen, lediglich bei Nahaufnahmen im Makrobereich wird das Bild teilweise sehr grobkörnig. Die Videobitrate liegt bei rund 5 Mbps. Nennenswerte Artefakte werden zwar nicht produziert, aber dennoch ist das Bild etwas unruhig.

 
Ton  

Im Gegensatz zu vielen anderen neueren Serien wird "24" nicht mit einem 5.1-Mix angeboten, sondern bietet auch auf DVD nur Dolby Digital 2.0-Ton. Auf den Sound wurde auch ansonsten nur wenig Wert gelegt, denn selbst bei Pro Logic II-Wiedergabe ist der Sound recht steril. Außer den Stimmen ist nur wenig zu hören, einzig die Musik macht sich auf den Surround-Kanälen recht deutlich breit. Ansonsten fehlt es dem Sound aber doch an Volumen und richtigen Surroundeffekten, was wirklich schade ist, da etwas mehr Dramatik die Spannung der Serie sicherlich noch hätte unterstützen können.

 
Special Features  

Extras zu "24" sind bei der ersten Staffel nur in geringem Umfang vorhanden. Auf den sechs DVDs beanspruchen bereits die Episoden den meisten Platz und für eine weitere Bonus-Disc konnte sich Fox wohl ebenfalls nicht entscheiden. So findet man auf der letzten DVD der ersten Season lediglich ein alternatives Ende sowie ein Preview auf die zweite Season.

Review von Karsten Serck

Test-Equipment:
TV Panasonic TX-W32D3F
DVD-Player Sony DVP-NS900V
AV-Verstärker Yamaha DSP-AZ1

12.06.2002

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