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15 Minutes |
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Studio
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New Line Cinema (2000) |
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Verleih
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Kinowelt Home Entertainment (2001) |
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Laufzeit
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115:53 min. (FSK 18) |
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Regie
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John Herzfeld |
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Darsteller
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Robert De Niro, Edward Burns, Kelsey
Grammer, Charlize Theron |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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Fernsehnorm
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PAL |
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Bildformat
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2,35:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Deutsch, Dolby Digital 5.1
2. Englisch, Dolby Digital 5.1 |
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Untertitel
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deutsch (bei englischer Fassung nicht
ausblendbar) |
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Regionalcode
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2 |
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Verpackung
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Amaray-Case |
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Preis
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ca. 20-25 EURO |
Film      
Emil (Karel Roden) und Oleg (Oleg Taktarow) kommen nach einem langjährigen
Knastaufenthalt in die USA, um bei ihrem Kollegen, der nicht geschnappt wurde, ihren
wohlverdienten Anteil an der Beute abzuholen. Doch es kommt, wie es kommen muss: Das Geld
ist längst weg und auf das Angebot, ihnen statt dessen einen Job als Klempner zu
verschaffen, reagiert Emil nicht dankbar sondern ausgesprochen rabiat, indem er seinen
ehemaligen Partner und dessen Freundin um die Ecke bringt. Ohne Geld, aber mit einer
lästigen Augenzeugin am Hals, sehen sie sich im Land der unbegrenzten Möglichkeiten
gestrandet. Einen Mord später kommen die beiden allerdings nach dem Konsum unzähliger
Krawall-Talkshows und der Lektüre einschlägiger Boulevardpresse-Erzeugnisse zu der
Erkenntnis, dass die beste Taktik in diesem Land anscheinend nicht das sorgfältige
Verwischen der Spuren eines Verbrechens, sondern vielmehr dessen möglichst spektakuläre
Veröffentlichung ist, winken dann doch nicht nur hohe Honorare für die Gewährung
exklusiver Einblicke, sondern auch noch Straffreiheit aufgrund offensichtlicher
Unzurechnungsfähigkeit. Mit dem Filmbegeisterten Oleg als Regisseur und Kameramann in
Personalunion machen sich die beiden auf, den perfekten Mord zu begehen und diesen
sogleich auf Digital-Video für die Nachwelt festzuhalten. Als Tatobjekt haben sie sich
Eddie Flemming (Robert De Niro) ausgesucht. Der ist New Yorks populärster Cop und
insofern permanent in den Medien zu finden. Außerdem hat er auch den Doppelmord von Emil
und Oleg übertragen bekommen. Unterstützung erhält Eddie dabei von dem Brandexperten
Jordy Warsaw (Edward Burns). Der ist mit an Bord, weil Emil versucht hatte, seine Tat zu
verdecken, indem er den Tatort in Flammen aufgehen ließ. Zwischen den Ermittlern und den
Kriminellen beginnt ein reger Wettkampf, sind durch die Planungen der beiden Ganoven doch
ihre Verfolger gleichzeitig auch die Beute. Zunächst geht es aber auch darum, wer zuerst
die Augenzeugin Daphne (Vera Farmiga) findet. Dass auch die interessierte Öffentlichkeit
etwas von der Sache hat, dafür sorgt Robert Hawkins (Kelsey Grammer) seines Zeichens
Moderator der TV-Sendung "Top-Story", der mit Eddie Flemming durch eine
fruchtbare Zusammenarbeit verbunden ist. Denn während er von ihm live Mitschnitte von
diversen Polizeiaktionen bekommt, hält er dadurch zugleich Eddies Popularität immer
wieder frisch. Dabei lässt sich Hawkins auch von seiner Redakteurin Cassandra (Kim
Cattrall) nicht beirren, die eigentlich das Programm in weniger blutige Pfade lenken
möchte, ein angesichts der nachfolgenden Ereignisse offensichtlich hoffnungsloses
Unterfangen.
Unverkennbar ist "15 Minutes" als allumfassende Medienkritik
gedacht, wobei insbesondere die ungesunde Verquickung von Kommerz und Gewalt aufs Korn
genommen werden soll. Doch leider fällt der Film dabei (insofern "Natural Born
Killers" nicht unähnlich) in die gutgemeinte Grube, die doch eigentlich dem
Zielobjekt der Kritik zugedacht war. "15 Minutes" spielt ganz unverhohlen
mit den
Reizen der dramatischen Wirkung von Action und Gewalt, wobei die Inszenierung durch ihr
forciertes Tempo überaus beachtliche handwerkliche Fähigkeiten des Regisseurs erkennen
lässt. Die Erklärung, man könne mediale Gewalt nicht kritisieren, ohne sie selbst
darzustellen, verfängt jedoch auch bei "15 Minutes" nicht, schließlich besteht
immer noch ein erheblicher Unterschied zwischen dem dargebotenen Adrenalinkino und einer
sorgfältigen Aufarbeitung des Themas.
Dass nun das tiefergehende Potential der Geschichte nicht abgeschöpft wurde, mag zwar
Pech sein in Hinblick auf die Intention des Drehbuchs, macht aber "15 Minutes"
noch nicht zu einem schlechten Film; ganz gelungen ist er aber auch sonst nicht.
Dabei lässt er sich im Genre des Actionfilms sogar ganz gut an, was nicht nur an der
schon erwähnten rasanten Darstellung des Geschehens liegt, die so manchem müden
Actionspektakel als Vorbild dienen könnte. Die Story besticht auch durch Abwechslung, da
sie die Handlung von allen Seiten beleuchtet und mal aus dem Blickwinkel der Killer, mal
vom Standpunkt der Verfolger vorgeht. Dazu kommen interessante und ausnahmslos gut
gespielte Charaktere und die eine oder andere echte Überraschung beim Verlauf des
Geschehens.
Dass "15 Minutes" letztlich doch nicht über das Mittelmaß hinauskommt, liegt
daran, dass der Film gerade gegen Ende die Handlungsfäden wild ins Kraut schießen lässt
und sich beim erzählerischen Haken schlagen praktisch selbst über den Haufen rennt.
Insofern schlägt dann auch der Eifer unbedingt eine "Message" verbreiten zu
wollen, nach hinten aus, da sich zu viele Plattitüden über die bösen, bösen Medienleute
und die verderbte Kommerzialisierung nicht gerade einschleichen, sondern vielmehr geradezu
plakativ ins Rampenlicht trampeln, was teilweise schon den Hauch einer Realsatire hat;
angesichts des sonst so nüchtern-harten Thriller-Ambientes ist die Wirkung jedoch nicht
befreiend, sondern lediglich befremdlich.
Bild     
Das positive und im Gesamteindruck glücklicherweise auch überwiegende
Element bei der Bildqualität sind die kräftigen Farben, die aber stets die Grenzen des
Natürlichen einhalten und nicht in comicartige Grellheit ausschlägt, überzeugende
Schärfe und gute Kontraste. Allerdings fällt auch ohne schärferes Hinsehen auf, dass
bestimmte Bildauschnitte immer wieder zu deutlicherer Rauschentwicklung neigen, zudem sind
auch Nachzieheffekte zu beobachten. Kleinteilige Schwarz-weiß-Strukturen neigen zudem zum
Flimmern. Selbst Dropouts treten einmal kurzfristig im Hintergrund auf, was
letztlich den
Schluss nahe legt, dass wohl nicht die allerbeste Vorlage zur Verfügung stand, ist der Film
doch noch so neu, dass Alterserscheinungen eigentlich nicht vorhanden sein sollten.
Ton     
Obwohl der Raumklang durchaus druckvoll zum Einsatz kommt, kann der Ton doch
nicht ganz überzeugen. Dass liegt vor allem daran, dass der musikalischen Begleitung im
Vergleich zum Rest eine viel zu deutliche Betonung zugedacht wurde, wodurch sowohl die
Dialoge, als auch sonstige Neben- und Hintergrundgeräusche gnadenlos an den Rand
gedrängt werden. Bei solchen Bedingungen ist es unvermeidlich, dass die Natürlichkeit
auf der Stelle bleibt und ein akustisches Einsteigen in den Film weniger gut gelingt, als
bei sonstigen 5.1-Abmischungen.
Special Features     
Auch wenn es vielleicht noch ein wenig mehr Substanz hätte sein können,
überzeugen die Zugaben der DVD zumindest dadurch, dass sie recht abwechslungsreich
geraten sind.
Der Audiokommentar von Regisseur John Herzfeld zeichnet sich durch die gleiche Dynamik
aus, die auch seinen Regiestil bei "15 Minutes" kennzeichnet. So lässt sich
denn auch verschmerzen, dass bei seinen pausenarmen Erläuterungen auch mal inhaltlicher
Leerlauf vorkommt.
Zwei kurze Dokumentationen stellen den Bezug des Films zum realen Leben her, in der
ersten, die ca. eine Viertelstunde dauert, kommen Medienexperten und Medienmitwirkende zum
Thema Sensationsjournalismus im (amerikanischen) Fernsehen zu Wort, bei der zweiten Doku
handelt es sich um eine Diskussionsrunde (ca. 20 Minuten) von Juristen, Medienexperten und
Autoren, die zu der Kommerzialisierung großer Strafprozesse Stellung nehmen. Von keiner
der beiden Dokumentationen sollte man sich allerdings gerade in Hinblick auf die Kürze
der Zeit und die daraus folgende Reduzierung der Aussagen auf mehr oder weniger kleine
Häppchen zuviel neues Hintergrundwissen erhoffen.
Sodann werden noch in ausgesprochen guter Bildqualität vier geschnittene und zwei
alternative Szenen angeboten, wahlweise mit Audiokommentar des Regisseurs.
Statt einer simplen B-Roll werden die Trockenübungen bei den Dreharbeiten zu einzelnen
Szenen gezeigt, wobei die endgültige Fassung parallel dazu in einem kleinen Fenster
mitläuft.
Schließlich gibt es noch den Trailer, sowohl in englisch, als auch die deutsche
Fassung;
ein Video zu der Coverversion von God Lives Underwater des David Bowie Klassikers
"Fame", sowie Filmographien zu den Mitwirkenden.
05.11.2001
Review von Tobias Wrany
Test-Equipment
TV: Panasonic TX-28PK1F
DVD-Player: Pioneer DV-343
Dolby Digital / DTS Receiver: Sony STR-DA50ES
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