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The Good German
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Kauf-VÖ:
06.07.2007
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Original |
The Good German |
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Anbieter
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Warner Home Video (2007) |
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Laufzeit
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103:12 min. |
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TV-Norm
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PAL |
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Bitrate
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6.76 Mbps (Video: ca. 5.4 Mbps) |
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Bildformat
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4:3 (s/w) |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
3. Italienisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps) |
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Untertitel
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Englisch, Deutsch |
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Regionalcode
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2, 5 |
Film 4/6
Berlin 1945. Der amerikanische Kriegskorrespondent Jake Geismer (GEORGE
CLOONEY) ist eben angekommen, um über die bevorstehende Potsdamer
Friedenskonferenz zu berichten: Die Führer der Alliierten treffen sich, um über
das Schicksal des besiegten Deutschen Reiches und ein neues, freiheitliches
Europa zu entscheiden… und dabei alles, was noch irgendeinen Wert besitzt,
unter sich aufzuteilen. Jake kennt Berlin bereits – einst hat er hier ein
Nachrichtenbüro geleitet. Einst hat er sich hier verliebt. Das scheint aber
schon Ewigkeiten her zu sein, als er jetzt auf der Jeep-Fahrt vom Flughafen zu
seinem Hotel in der amerikanischen Zone die erschütternde Ruinenlandschaft
durchquert. Jakes Fahrer, Corporal Tully (TOBEY MAGUIRE), hat den Charme eines
Kleinstadtamerikaners – ein bemühter, unbekümmerter und gutmütiger Junge
aus dem Mittelwesten. Doch in Wirklichkeit ist er durch und durch korrupt – er
handelt mit allem und jedem, spielt alle Seiten gegeneinander aus, um den besten
Preis zu erzielen. Doch das ist durchaus nicht ungewöhnlich. In Berlin hat
dieser Tage jeder etwas zu verbergen. Jeder verfolgt bestimmte Strategien, um
seine Bedürfnisse zu befriedigen: Geld, Macht, das nackte Leben… oder auch
nur einen Ausweg. Jake ist an Tullys Schwarzmarktschiebereien nicht
interessiert, dafür aber Tullys Freundin umso mehr: Lena Brandt (CATE BLANCHETT)
ist jene Frau, die Jake einst geliebt hat. Aber irgendwie hat sie sich verändert.
Der Krieg, das entbehrungsreiche Leben in den Ruinen und das Trauma ihrer persönlichen
Vergangenheit haben unauslöschliche Spuren in ihr hinterlassen. Als Tully mit
100.000 Mark in der Tasche und einer Kugel im Rücken in der russischen Zone
aufgefunden wird, fühlt sich Jake mehr und mehr von den Umständen dieses
Mordes angezogen. Vor allem fragt er sich, warum sowohl die amerikanischen als
auch die russischen Behörden auffällig wenig Interesse an dem Fall bekunden.
Je mehr Jake nachforscht, desto deutlichere Spuren führen zu Lena. Jake stellt
jedoch bald fest, dass man hier und jetzt der Wahrheit kaum auf den Grund gehen
kann, denn die Menschen leiden immer noch unter dem Grauen des Krieges –
verzweifelt versuchen sie das bisschen Menschlichkeit zusammenzukratzen, das
ihnen angesichts der oft unerträglichen Erinnerungen geblieben ist, während
sie verdrängen, was sie getan haben, um ihr Leben zu retten.
"The Good German" ist eindeutig ein Film für Nostalgiker; genauer gesagt für all jene, die sich am liebsten Kinoklassiker aus den guten alten vierziger Jahren zu Gemüte führen, die genau den richtigen Stand der Technik für stimmungsvolle Filmerlebnisse aufwiesen: Der Tonfilm war voll etabliert, aber überflüssiger bis schädlicher Schnickschnack, wie farbige Bilder, waren glücklicherweise noch nicht Gang und Gäbe. Steven Soderbergh ist ein Regisseur, der stets bemüht ist, seine filmischen Mittel dem erzählten Sujet optimal anzupassen, seien es glitzernde Hochglanzbilder für seine "Oceans 12 ff" oder verwaschener Doku-Look für "Traffic". Folgerichtig hat er sich für seine Nachkriegsstory aus den Ruinen von Berlin bei Kamera, Kulisse & Co. bis hin zum Drehbuch an die Vorgaben von Werken gehalten, die in jener Zeit für die große Leinwand entstanden. Schade ist allerdings, dass "The Good German" den Einduck nicht ganz abschütteln kann, dass der Aufwand, um diese Illusion in Perfektion zu erzeugen höher war, als der, welcher in die Entwicklung des Drehbuchs gesteckt wurde. Trotz guter Darsteller, die sich in eine wunderbar kolportagehafte Handlung verstricken, bleibt der Gesamteindruck eher distanziert, manchmal fast leblos und dies bei einer theoretisch hochdramatischen und emotional aufgeladenen Geschichte. So bleiben dem "guten Deutschen" zwar einige sehenswerte Kinomomente, der ganz große Wurf, der spürbar in der Luft liegt, wird jedoch verfehlt.
Bild (ohne Wertung)
Steven Soderberghs Absicht war es, "The Good German" so aussehen zu
lassen wie einen Film der 40er Jahre. Das im 4:3-Format präsentierte Schwarz/Weiss-Bild
wirkt sehr weichgezeichnet und bietet sehr harte Kontraste. Gerade helle
Bildbereiche wurden gezielt überstrahlt und verstärken noch einmal den
ausgewaschenen Look. Auch wenn Soderbergh mit den Überblenden und vielen
Hintergrundprojektionen als Kulissenersatz eine Menge Stilmittel der Zeit
verwendet, so muss man allerdings sagen, dass das Bild dennoch nicht vollkommen
authentisch wirkt. Denn "The Good German" sieht nicht richtig
"alt" aus sondern eher wie ein
Film, der mit moderner Technik künstlich auf alt getrimmt wurde. Einerseits
wirkt das Bild immer noch eine Spur zu sauber, andererseits die Stilmittel aber
auch vielfach zu künstlich-digital, was insbesondere für die Weichzeichnung
und die Kontrastüberhöhung gilt, die bei zu intensivem Einsatz wie ein Effekt
aus dem Computer wirkt. Und auch die DVD-Umsetzung sorgt mit dafür, dass das
Auge nicht ausgetrickst wird und man wirklich meinen könnte, George Clooney sei
bereits seit den 40er Jahren auf der Leinwand unterwegs, denn die Kompression
sorgt für leichtes Blockrauschen und reduziert die natürliche Körnigkeit des Films,
welche eine wechselhafte künstliche Struktur annimmt.
Ton 3/6
Beim Sound ging Soderbergh nicht ganz so weit wie beim Bild. Der Ton bleibt
eigentlich von gezielten Verschlechterungen relativ verschont und es gibt nicht
nur Mono-Sound sondern zumindest auch Musikeinlagen, die auch auf den
Surround-Kanälen zu hören sind. Ansonsten bleiben die Surround-Kanäle aber
weitgehend ruhig und die eigentliche Handlung findet vorwiegend auf den
Frontkanälen statt. Rauschen und Verzerrungen sind auf der Tonspur nicht zu
hören und auch die Dynamik klingt nicht künstlich reduziert. Zwar klingt der
Sound ein wenig dumpf, aber die Dialoge sind dennoch sehr gut verständlich.
Special Features
Die DVD enthält keine Extras.
Review von Karsten
Serck und Tobias Wrany (Film) 30.06.2007
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