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Firewall

Kauf-VÖ: 08.09.2006

Original

Firewall

Anbieter

Warner Home Video (2006)

Laufzeit

100:30 min.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

6.38 Mbps (Video: ca. 5.5 Mbps)
Kapazitätsausnutzung: 6.16 / 7.95 GB (86 %)

Bildformat

2,40:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (384 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch

Regionalcode

2,5
Film 

Ein ganz gewöhnlicher Tag in der Landrock Pacific Bank – nur nicht für den IT-Eperten Jack Stanfield. Denn seine Frau und Kinder werden zu Hause als Geiseln festgehalten. Die Kidnapper fordern, dass Jack 100 Millionen Dollar aus dem extrem sicheren Computersystem stiehlt, das er selbst konzipiert hat. Und sie überwachen jede seiner Bewegungen. Harrison Ford gehört zu den beliebtesten Helden der Filmgeschichte, weil er sich die Qualitäten eines normalen Menschen bewahrt hat – und die setzt er jetzt auch als Jack Stanfield ein: Verletzlich, aber auch stark und einfallsreich bewährt er sich in diesem Cyber-Wettlauf gegen die Zeit. Paul Bettany (The Da Vinci Code – Sakrileg) ist sein ebenso genialer wie eiskalter Gegenspieler. Und Virginia Madsen (Sideways) spielt Stanfields Frau, die zum Schutz ihrer Kinder ihre eigene Panik unterdrückt. Der Plan der Verbrecher ist wasserdicht: Er kann gar nicht scheitern – glauben sie. Doch einen Umstand haben sie nicht bedacht: die verzweifelte Reaktion eines Mannes, für den seine gesamte Existenz auf dem Spiel steht.

Harrison Ford hat sich für seine letzten Auftritte im Kino immer wieder einiges an Kritikerschelte eingefangen. Manches Mal verdient, aber oft auch sehr zu unrecht. "Firewall" tendiert allerdings wieder einmal eher in erstere Richtung. Sollte man über das Thema absolute Glaubwürdigkeit in Action-Thrillern noch mehr als großzügig hinweg gehen können, ist die Frage, ob man mit den Protagonisten denn auch gehörig mitzittert schon um einiges relevanter. Um die Aufmerksamkeit der Betrachter zu bannen bedarf es jedoch lebendiger Figuren und der einen oder anderen überraschenden Situation. Weniger gut ist es dann, die x-te Version vom heldenhaften Familienvater aufgetischt zu bekommen, der vom Bürohengst plötzlich zum Schlachtross mutiert, das noch jeden noch so ausgebufften Profi-Killer in Grund und Boden stampft. Kommt noch eine Inszenierung hinzu, die sich auch nur mehr oder weniger bemüht über Wasser hält und weder visuell, noch von der Choreographie der Kampfsequenzen Beindruckendes oder gar Innovatives zu bieten hat, ist das Ergebnis allenfalls solide Abendunterhaltung, die man zwar sehen, aber ebensogut auch einfach lassen kann.
Da alle Beteiligten von "Firewall" ihr Handwerk aber nicht nur ausreichend beherrschen, ist das Endprodukt zumindest auch alles andere als ein Fiasko; das Prädikat "netter Durchschnitt" ist aber eben noch immer keines, welches ohne weiteres mit dem Markennamen "Harrison Ford Film" zu vereinbaren ist; und in Hinblick auf die nächsten Projekte des Hauptdarstellers ist zu hoffen, dass dies auch in Zukunft seine Gültigkeit behält.

 

Bild 

Das Master von "Firewall" ist sehr sauber. Es zeigt weder Kratzer noch Rauschen. Der Kontrast ist sehr hoch. Die Farbsättigung ist gut. Optische Verfremdungen beschränken sich auf eine leicht gelbliche Farbgebung. Trotz einer überdurchschnittlich hohen Videobitrate wirkt das Bild extrem matschig. Ob dies an der Verwendung von Rauschfiltern oder einer schlechten Kompression liegt, lässt sich nicht genau erkennen. Das Bild ist unscharf. Konturen verlaufen sehr stark und Details sind nicht einmal in Nahaufnahmen deutlich zu erkennen. Einzelne Bildbereiche erscheinen auch immer wieder etwas unruhig und flackern leicht.

Wer den Kauf eines Blu-ray Disc- oder HD-DVD-Players erwägt, sollte vielleicht mit dem Kauf dieser DVD angesichts der enttäuschenden Bildqualität abwarten, da "Firewall" mit zu den ersten Veröffentlichungen in den neuen HD-Formaten zum Jahresende 2006 gehören soll.

 

Ton 

Auf der klanglichen Ebene zeigt sich "Firewall" wesentlich besser als bei der Bildqualität. Der Surround-Mix bietet einen sehr guten Score mit voluminösem und weiträumigem Klang. Die Umgebungsgeräusche werden gut wiedergegeben und bieten stellenweise auf den Surround-Kanälen einige recht gelungene 360 Grad-Effekte. Gerade Außenaufnahmen wie in Kapitel 6 mit Regen produzieren einen sehr guten Raumklang. Überwiegend bewegt sich der Film auf einem noch nachbarschaftsfreundlichem Geräusch-Pegel, so dass die richtig deutlichen Effekte eher selten sind. Zudem klingt der Film häufig recht dumpf und bietet keine übermäßig transparente Höhenwiedergabe.

 

Special Features
Dokumentation:  "Firewall Decoded: Eine Unterhaltung mit Harrison Ford und Richard Loncraine"
Making Of:  "Firewall: Die Entstehung eines Thrillers"
US-Kinotrailer:

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Review von Karsten Serck und Tobias Wrany (Film)

11.09.2006

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