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Krieg der Welten
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Kauf-VÖ:
15.11.2005
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Original |
War of the Worlds |
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Anbieter
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Paramount Home Entertainment (2005) |
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Laufzeit
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111:44 min. |
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DVD-Typ
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DVD-9 |
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TV-Norm
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PAL |
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Bitrate
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7.90 Mbps (Video: ca. 5.6 Mbps)
Kapazitätsausnutzung: 6.93 / 7.95 GB (87 %) |
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Bildformat
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1,85:1 (anamorph) |
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Audiokanäle
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1. Englisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
3. Deutsch, DTS 5.1 (754 kbps)
4. Türkisch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps) |
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Untertitel
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Englisch, Deutsch, Türkisch |
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Regionalcode
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2 |
Film      
Dem Grunde nach ist Ray Ferrer (Tom Cruise) schon genügend ausgelastet mit
den Herausforderungen, die das alltägliche Leben bei seiner Arbeit im Hafen und
die Bewältigung des familiären Alltags angeht. Wobei er gerade in Hinblick auf
letzteres kaum als Musterbeispiel taugt, sind die finalen Auflösungserscheinungen
doch allzu deutlich. Dass sein Heimatplanet urplötzlich von außerirdischen und
schier unüberwindlichen Wesen attackiert wird, stellt damit nicht gerade die
besten Bedingungen für seinen weiteren Lebensweg auf. Aber manchmal braucht es
ja gerade einen Anstoß von außen, um wieder auf den rechten Pfad zurückzukommen
und so mobilisiert Ray auf seiner Flucht vor dem Grauen aus dem All verschüttete
Reserven, um nicht nur seiner Rolle als Vater gerecht zu werden. Und
Herausforderungen hat er genug zu bestehen, droht doch nicht nur das namenlose
Grauen der zerstörerischen Aliens; in diesen schlimmen Zeiten zeigt auch so
mancher menschlicher Zeitgenosse sein wahres und manchmal ungemein hässliches
Gesicht.
Da er kaum die Hoffnung gehabt haben könnte, mit seinem Film eine ebenso
intensive Wirkung wie weiland Orson Welles mit seiner Hörspielfassung (die
bekanntlich zu echten Massenpaniken führte) auszulösen, ging Steven Spielberg
lieber auf Nummer sicher und konzentrierte sich bei seiner Fassung vom
Weltenkrieg auf sein persönliches Spezialgebiet, das Drama der nicht ganz
intakten Familie. Nur dass er gegenüber früheren Zeiten eben doch auf große
Namen, wie Tom Cruise zurückgreift, statt durchweg mit Darstellern aus der
zweiten Bekanntheitsreihe zu agieren. Da mag eine gewisse Tendenz zur alters-
und karrierebedingten Wohlsituiertheit eine Rolle spielen, die leider auch bei
der Wirkung des Films nicht außen vor bleibt. Bei aller effektgeladenen Hektik
schleicht sich zwischenzeitlich so etwas wie routinierte Langeweile ins
Geschehen ein und die Wahl des Hauptdarstellers ist zwar schauspielerisch in
jedem Moment mehr als gerechtfertigt, sein Megastar-Charisma steht Tom Cruise
einer hundertprozentig glaubhaften Verkörperung des durchschnittlichen
Malochers letztlich aber doch im Wege. So wird er in Sachen lebendiger
Ausstrahlung von seiner Filmtochter Dakota Fanning hell überleuchtet, was
angesichts deren bemerkenswerter Glanzleistung jedoch keine wirkliche Schmach
darstellt.
"War Of The Worlds" ist somit ein typisches Stück großer
Hollywood-Unterhaltung, die eine erkennbar eigene Handschrift in der
Inszenierung aber insofern vermissen lässt, als hinter der Kamera auch jeder
x-beliebige Kollege hätte stehen können, was am Renommee eines Steven
Spielberg kratzt, dem Zuschauer, der lediglich solide unterhalten werden möchte,
aber dann auch wieder ziemlich egal sein kann.
Bild      
Die Bilder von Stephen Spielbergs Kameramann Janusz Kaminski polarisieren
auch bei "Krieg der Welten" wieder. Kaminskis künstlich verfremdete
Bilder bieten eine kalte Ästhetik. Die bereits bei früheren Filmen verwendete
"Bleach Bypass"-Technik erhöht die Kontraste und entzieht dem Film
zugleich Farbe. Die Folge ist ein sehr verwaschenes Bild mit stark
überstrahlenden hellen Bildbereichen, die sich bei starken
Hell-Dunkel-Kontrasten wie ein heller Nebel über die Konturen hinaus verteilen. Der
Himmel erscheint nur noch als eine einzige weiße Masse, die erst andere Farben
bekommt, als die Aliens auftauchen. Die "Bleach Bypass"-Entwicklung
geht auch zu Lasten der Schärfe. Der gesamte Film bietet nur ausgewaschene
Konturen und nur wenig sichtbares Detail. Immerhin wurden bei "Krieg der
Welten" die Farben insgesamt nur etwas ausgebleicht, aber nicht
übermäßig stark verfremdet wie z.B. bei "Minority Report". Für die
DVD noch problematischer ist das übermäßige Grieseln des Bildes, welches weit
über die gewohnte Körnigkeit hinausgeht, die man von den meisten Filmen kennt.
Denn das Rauschen macht dem MPEG2-Encorder sichtbar zu schaffen. Die Folge sind
beinahe permanente Blockbildung und in Szenen mit vielen Veränderungen auch
deutlich sichtbare Artefakte. Wer den Film auf einem Projektor sieht, bekommt
hier schnell das kalte Grausen. Daher wäre angesichts des problematischen
Ausgangsmaterial der Verzicht auf den DTS-Track und eine bessere
Kapazitätsausnutzung der DVD sinnvoll gewesen, um zumindest eine einwandfreie
Reproduktion dieses grieseligen Bildes zu ermöglichen.
Ton      
"Der Krieg der Welten" bietet eine extrem hohe Dynamik, die sich
vor allem bei dem deutschen DTS-Track bemerkbar macht. Die hämmernden
Geräusche der Aliens werden mit einem brachial tiefen und lauten Bass
wiedergegeben, der für manch schwachen Subwoofer das K.O. bedeuten könnte.
Ansonsten ist der Film aber vergleichsweise schlicht vertont worden und besteht
vor allem aus Musik. Der Music Score des Steven Spielberg-"Hauskomponisten"
John Williams bietet zwar viel atmosphärische Dynamik, doch die Streicher
klingen nur sehr dumpf aus den Surround-Kanälen. Auch die englischen
Original-Dialoge wurden etwas dumpf abgemischt. Die deutsche Synchronisation
klingt hingegen passabel. Gerade auf den Surround-Kanälen macht sich auch ein
Höhenmangel bemerkbar. Umgebungsgeräusche lassen sich kaum wahrnehmen und
selbst bei optimalen Gelegenheiten wie prasselndem Regen ertönt es nur dezent
und dumpf aus den Surround-Lautsprechern. Die Stärke der DVD liegt eindeutig in
der hohen Dynamik, mit der Spielberg die Bedrohung in Mark und Bein treibt. In
dieser Disziplin findet der Krieg der Welten wirklich auf Referenz-Niveau statt.
Die Effektwiedergabe auf den Surround-Kanälen kann hingegen nur vereinzelt
überzeugen.
Special Features
- Neuerschaffung der Invasion - 8:30 min. - Ein Intro über Steven Spielbergs Entscheidung, diesen Film zu machen und seine Zusammenarbeit mit Tom Cruise an diesem Projekt.
- Das Vermächtnis von H.G. Wells - 6:21 min. - Ein Porträt des legendären Schriftstellers H.G. Wells von seinem Enkel und Urenkel. Die Erforschung der
ursprünglichen Idee bis hin zu den unterschiedlichen Adaptionen des Roman-Klassikers mit Drehbuchautor David Koepp und Steven Spielberg.
- Steven Spielberg und der ursprüngliche Krieg der Welten - 8:01 min. - Ein Rückblick
auf den ursprünglichen Georg Pal-Klassiker (1953) und neue Interviews mit der Original-Besetzung Gene Barry und Ann Robinson.
- Charaktere: die Familie - 8:24 min. - Steven Spielberg und Tom Cruise stellen die Figuren vor, die Ray Ferriers Familie bilden: Dakota Fanning ("Rachel", Rays Tochter), Justin Chatwin ("Robbie", Rays Sohn), Miranda Otto ("Mary Ann", Rays Ex-Frau).
- Die "Pre-Visualisierung" - 6:47 min. Ein seltener Einblick: Wir begleiten Steven Spielberg bei der Gestaltung der Sequenzen mit seinem "Pre-Visualisierungs"-Team.
- Produktionstagebücher: Ostküste (Oktober bis Dezember 2004)
a) Der Anfang der Invasion - 16:00 min.
b) Das Exil der Ferriers - 23:00 min.
- Produktionstagebücher: Westküste (Januar bis Maerz 2005)
a) Die Zerstörung der Aliens - 26:00 min.
b) Der unbarmherzige Krieg zwischen Menschen und Aliens - 23:00 min.
- Design des Feindes: Tripoden und Außerirdische - 15:00 min. - Gespräche mit Steven Spielberg und seinen Mitarbeitern
über
die unterschiedlichen Schritte beim Design der Tripoden und Außerirdischen in Krieg der Welten sowie die Herausforderung,
H.G. Wells' Vision Leben einzuflössen.
- Die Filmmusik von Krieg der Welten - 10:00 min. - Auf der Filmmusik-Bühne mit Steven Spielberg und seinem Komponisten John Williams.
- "We are not alone" - Die Schlussworte von Steven Spielberg und seinen Mitarbeitern
über die Erfahrungen bei den Dreharbeiten zu Krieg der Welten.
- Photo Galerie
Review von Karsten
Serck und Tobias Wrany (Film) 16.11.2005
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