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Barfuss

Kauf-VÖ: 13.10.2005

Original

Barfuss

Anbieter

Buena Vista Home Entertainment (2005)

Laufzeit

110:04 min.

DVD-Typ

DVD-9

TV-Norm

PAL

Bitrate

5.2 Mbps (Video: ca. 4.4 Mbps)
Kapazitätsausnutzung: 7.05 / 7.95 GB (88 %)

Bildformat

2,35:1 (anamorph)

Audiokanäle

1. Deutsch, Dolby Digital 5.1 (448 kbps)
2. Audio-Kommentar (192 kbps)

Untertitel

Englisch, Deutsch

Regionalcode

2
Film 

Was seinen beruflichen Werdegang angeht, darf sich Nick Keller (Til Schweiger) einiges auf seine Flexibilität zugute halten. Es gibt kaum einen Job der unteren Kategorie, welchen der nicht mehr ganz so junge Spund in seinem Leben nicht schon ausgeübt hätte. Lange geblieben ist er allerdings (nicht immer ganz unverschuldet) nirgendwo allzu lange, weshalb er bei aller Vielseitigkeit doch eher auf der Verliererseite des Lebens unterwegs ist und dies auch selbst kaum bestreiten würde. Seit seiner letzten Beschäftigung, als assistierende Reinigungsfachkraft in einer psychatrischen Klinik (herkömmlich und herabsetzend als "Klapse" bekannt) geht er seinen Lebensweg allerdings nicht mehr alleine, wenn auch eher unfreiwillig. Nachdem er durch Zufall (oder doch Schicksal ?) den Selbstmord der jungen und labilen Leila (Johanna Wokalek) verhinderte, hat diese sich an die Fersen ihres Retters geheftet. Der aber kann mit seiner neuen Beschützerrolle ganz und gar nichts anfangen und ihm geht die junge Dame, deren Abneigung gegen festes Schuhwerk nur eine ihrer aus der Reihe fallenden Eigenschaften ist, eher auf die angespannten Nerven. Und so dauert es eine gehörige Weile, bis sich die beiden verletzten Seelen nach und nach annähern, wobei sich ihre Umwelt ebenfalls alles andere als ruhe- und harmoniefördernd darstellt.

"Barfuß" gehört zu einer Sorte Film, die man sehr leicht sehr schrecklich finden kann. Weigert man sich nämlich, den Vorstellungen der weiblichen Hauptfigur zumindest annähernd zu folgen oder diese zumindest großzügig zu tolerieren, so kann einem das großäugige und barfüßige Gehabe von Johanna Wokaleks Figur ganz schnell unglaublich auf die Nerven gehen. Dann blieben in dieser ansonsten zumindest ganz nett zusammen gestrickten Geschichte nur der eine oder andere gelungene Gastauftritt bekannter Namen in positiver Erinnerung. Läßt man sich aber auf das etwas Märchenhafte der Geschichte ein und stört sich nicht an der konventionell traumatischen Basis der Charakterbildung, wäre es möglich, dass man mit der gefühligen Liebesgeschichte tatsächlich mitgeht und mit den beiden Hauptfiguren einer positiven Wendung in ihrem Lebensweg entgegenbangt und nebenbei über den freundlichen Humor lächelt. Als gemütliche Unterhaltung für dunkler werdende Herbstabende hat der Film dann allemal seine gute Daseinsberechtigung.

 

Bild 

Das Master bietet in keinerlei Hinsicht eine zumindest befriedigende Bildqualität. Das Bild ist extrem unscharf, leicht verrauscht und leidet unter einem zu steilen Kontrast, der die meisten hellen Bildpartien kräftig überstrahlen lässt und kaum Platz für nuancierte Helligkeitsabstufungen lässt. Dem Bild fehlt es absolut an Details und selbst die Konturen der Schriften im Vorspann laufen deutlich aus wie man es sonst nur von einer VCD gewöhnt ist. Auch die eigenwillige Farbgebung läst "Barfuss" wie eine Billigproduktion erscheinen, die vom Kinomaster nicht richtig abgetastet wurde. Die Farbpalette ist sehr stark auf gelbliche Töne reduziert und wirkt dadurch absolut unnatürlich. Das mag zwar vielleicht auch ein Stilmittel sein, macht das Anschauen dieser DVD aber noch weniger zum Erlebnis. Trotz wenig Blockrauschen im Bild wirkt das Bild sehr komprimiert und deutlich in Details reduziert. Bei Bewegungen treten auch immer wieder Nachzieheffekte auf.

 

Ton 

Die Akustik von "Barfuss" ist stark auf den Frontbereich reduziert. Nur in dezentem Maße gibt es Umgebungsgeräusche, von Effekten sollte man erst gar nicht reden. Lediglich die Musik erklingt ab und zu deutlicher auf den Surroundkanälen. Die Dynamik erscheint stark reduziert. Sowohl Bässe als auch Höhen nimmt man kaum war, weswegen die gesamte Akustik sehr stumpf und monoton erklingt.

 

Special Features

• Audiokommentar von Til Schweiger und Tom Zickler
• Making Of
• Deleted Scenes (wahlweise mit Einführung von Til Schweiger)
• Musikvideo: Ray Collin´s Hot Club - "Barefoot"
• Outtakes und andere Pannen
• Kinotrailer & -teaser
• Trailerentwürfe (mit Einführung von Til Schweiger) 

Review von Karsten Serck

25.10.2005

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