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Fight Club
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Original |
Fight Club
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Anbieter
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Kinowelt Home Entertainment (2008)
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Laufzeit
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ca. 138 min.
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Bildformat
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2,35:1
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Audiokanäle
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Deutsch DTS HD Master Audio 7.1
Deutsch DTS ES Matrix 6.1
Deutsch Headphone Surround
Englisch DTS HD Master Audio 7.1
Englisch DTS ES Matrix 6.1
Englisch Headphone Surround
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Untertitel
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Deutsch
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Regionalcode
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B
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VÖ-Termin
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05.12.2008
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Film 65 %
Die chronische Schlaflosigkeit treibt den braven, namenlosen und von Edward
Norton dargestellten Angestellten eines Automobilkonzerns vor Langeweile in die
Selbsthilfegruppen von Todkranken. Dort mogelt er sich unter die dem Tode
Geweihten und ergötzt sich an deren Geschichten. Die von Todessehnsucht
geplagte Marla Singer, die ebenfalls wie ein Tourist die ganzen
Selbsthilfegruppen abklappert, macht seinem Heilmittel gegen die Schlaflosigkeit
allerdings einen Strich durch die Rechnung. Denn in ihrer Gegenwart kann er sich
nicht mehr konzentrieren. Nachdem nach seiner Rückkehr von einer Geschäftsreise
die schöne Bude mit den IKEA-Möbeln plötzlich aufgrund einer Explosion in
Schutt und Asche liegt, bittet er den Seifenverkäufer Tyler Durben (Brad Pitt),
den er erst kurz zuvor im Flugzeug kennen gelernt hat, in dessen Wohnung
unterkommen zu dürfen. Tyler ist ein schräger Vogel, der als Gegenleistung um
den kleinen Gefallen bittet, dass er so stark geschlagen werden möchte, bis es
wehtut. An dem darauffolgenden Gemetzel finden die beiden erstaunlicherweise großen
Gefallen. Der Schmerz gibt ihnen einen neuen Kick. Als dann noch immer weitere
Leute die vor einer Kneipe stattfindende Schlägerei mit großem Interesse
verfolgen, ist die Idee des "Fight Clubs" geboren, in dem allabendlich
ganz normale Durchschnittsbürger gegenseitig blutig prügeln. Schon nach kurzer
Zeit sammelt sich eine große Schar um den charismatischen Tyler, der seine
Macht dazu ausnutzt, seine Anhänger kleine Attentate gegen die
Konsumgesellschaft ausüben zu lassen. Schon bald gerät die Gruppe außer
Kontrolle und aus dem "Fight Club" wird eine terroristische
Untergrundorganisation, die mit Bomben für wilde Zerstörung sorgt. Und dann
ist da noch Marla, die mit Tyler eine wilde Affäre beginnt....
Chuck Palahniuks Romanvorlage "Fight Club", auf der der Film
basiert, war ein wildes Sammelsurium altbekannter Themen der
Gesellschaftskritik, in dem die Akteure als Antwort auf das Gejammer über die
verdorbene Konsumgesellschaft und ihren schweren Stand als kleines Rädchen im
System sich gegenseitig die Köpfe einschlugen, um auf diesem Wege etwas tun zu
können, was ihnen endlich einmal einen Kick verschaffte, der nicht durch fröhliche
Werbebotschaften propagiert wurde. Das Buch ließ jedoch nur selten klar
erkennen, ob der "Fight Club" Satire sein sollte, oder Palahniuk
wirklich Ernst damit meinte, wenn seine "Helden" ihre Befreiung aus
den Zwängen des Alltags darin sahen, sich gegenseitig blutig zu schlagen. David
Finchers zumindest während der ersten drei Viertel Laufzeit eng an den Roman
gehaltene Verfilmung bietet durch eine trickreiche Bildersprache in den von
Fincher bekannten düsteren Farben weitaus mehr Ironie und Galgenhumor. Fincher,
der die Kunst wie nur wenige versteht, Filme zu machen, die durch ihre lichtarme
und kühle Ästhetik wie z.B. in "Sieben" oder "Alien 3"
keinen einzigen Lichtblick für ein wenig Hoffnung offen lassen, ließ seinen
beiden hervorragend agierenden Hauptdarstellern Edward Norton und Brad Pitt
erstaunlich viel unfreiwilligen Humor zu, der in starken Kontrast zum
abgrundtief scheußlichen Ambiente von Tylers heruntergekommenem Domizil steht.
In der zweiten Filmstunde dominiert dann eindeutig die Gewalt in deutlichen
Bildern, die in dieser gezeigten Härte aber gar nicht unbedingt nötig gewesen
wäre, um die Aggression der Darsteller zu illustrieren. "Fight Club"
ist ein Film, der polarisiert, und nicht mal so eben zwischen Pizza und Bier
laufen sollte, da die Story bis zum Ende sehr undurchsichtig ist und erst durch
ihr überraschendes, und im Film weitaus besser als im Buch aufgelöstes Ende für
ein wenig mehr Klarheit sorgt. Je nachdem, welchen Reim man sich aus dem Film
bildet, kann man ihn entweder nur lieben oder hassen.
Bild 81 %
David Fincher präsentiert "Fight Club" gewohnt düster - wenn auch nicht ganz
so krass wie z.B. "Sieben". Sogar ein wenig Farbe lässt Fincher immer wieder einmal durchblicken, auch wenn düsteres Grau und Grün die von ihm
gewünschten vorherrschenden Töne sind. Das Master ist sehr körnig und weist einen kräftigen Kontrast auf, der aber überdreht erscheint und in
dunklen Szenen recht harte Schatten wirft. Immer wieder sind kleine Kratzer zu sehen und die Helligkeit
flackert auch leicht. Die Bildschärfe ist recht wechselhaft zwischen "Sehr Gut" und "Ausreichend". Das ultimative
HDTV-Erlebnis bietet "Fight Club" trotz immer wieder beeindruckender Schärfe aufgrund des Schmuddel-Looks nicht. Die Kompression arbeitet immerhin sehr
sauber und zeigt keine Störungen.
Ton 83 %
Während des gesamten Filmes kommen alle Kanäle sehr effektiv zum Einsatz. Die Umgebungsgeräusche werden sehr deutlich von allen Seiten eingefangen und
durch einige kleine Effekte noch zusätzlich verstärkt. Die Surroundeffekte überzeugen mehr durch Klasse als durch Masse, weil sie stets perfekt zum
Bild passen und die anfangs ironischen Züge des Filmes verstärken. Eine Szene sticht hier besonders vor, in der der Erzähler sich gerade vorstellt,
dass sein Flugzeug von einer Explosion zerrissen wird, die mit einer kräftigen Dynamik bis in die tiefsten Frequenzbereiche hinab durch den
ganzen Raum zieht. Da es mehrere Stellen im Film mit plötzlichen Dynamiksprüngen gibt, sollte der Lautstärkepegel vorsichtshalber nicht allzu
hoch eingestellt werden.
Special Features
- 4 Audiokommentare (Regisseur, Schauspieler, Autoren, Kreativdesigner)
- Interaktive Filmversion
- nicht verwendete und alternative Szenen
- Storyboard-Film-Vergleich
- Hinter den Kulissen (Produktion, Optische Ef-fekte, Featurettes, Behind
the Scenes)
- Werbematerial
- Fight Club Online (BD-Live)
Review von Karsten Serck 17.11.2008
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